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ALEPH (Finissage)

7. Mai 2017 @ 19:30 - 22:00

Seit jeher übt Schrift eine große Faszination aus. Auch die acht Künstler*innen der Ausstellung ALEPH setzen auf die Symbolkraft von Schriftzeichen. In einigen Teilen der Welt ersetzt die Schrift heute teilweise die Darstellung durch Bilder. ALEPH zeigt Arbeiten von Künstler*innen unterschiedlicher Herkunft und veranschaulicht deren jeweiligen ästhetischen Umgang mit Schrift im weitesten Sinne. Die Ausstellung blickt, abseits der üblichen europäischen Vorstellungen vom Umgang mit Schrift, auf aktuelle Kunstpositionen.

Margret Holz zeigt ein dreidimensionales unbekanntes Manuskript. Das in Schwarz-Weiß gehaltene, spielerisch überlagerte und ineinander verwobene Wort „pensées“ (Gedanken) bietet dem Betrachter einen Spielraum für Assoziationen.

Bedeutende Wissenschaftler, Schriftsteller und Philosophen aus der arabischsprachigen Welt werden von Nawar Al Husari aufgelistet. Sie stehen im Kontrast zu einem verlorenen Kamel in der Wüste.

Mit ihrer kalligrafischen Arbeit verwandelt Heehyun Jeong Schrift in eine abstrakte Bildsprache. Sie schafft eine Balance zwischen höchster Konzentration, Rhythmus, Einfachheit und Natürlichkeit.

Miriam Kilali zeigt in ihren Bildern „common spheres“ die Verschmelzung zweier Welten. Ihr Statement lautet: In der Verbindung liegt die Magie.

Inspiriert von der mesopotamischen Keilschrift, spielt Carmen McPherson mit Worten und Begriffen bzw. deren Symbolik. Mit ihrer Installation erzeugt sie Schattenbilder, die sich analog, entsprechend ihrer Bedeutung, verändern.

Vier verschiedene Schriftzeichen (kurdisch, armenisch, lasisch und türkisch) werden bei Zeynep Özkazanç zum Sinnbild für Feindschaften zwischen verschiedenen Kulturen ihres Heimatlandes. Die Künstlerin bezieht sich hier auf Buğu Cini – den Geist, der alle Grenzen auflöst.

Die Installation von Jean Peut-être bildet den Übergang von einem Raum zum nächsten. Mit seinen Buchstabenbildern überwindet er symbolisch und räumlich Barrieren.

beate maria wörz erzählt mit ihrer Arbeit die Geschichte von Siedeln und Vertreibung, Flucht und Exil und dem Versuch, an einem neuen Ort anzukommen. Sie schreibt diese Geschichte von rechts nach links: Erst im Spiegel – im Gegenüber – wird sie lesbar.

Koordiniert von Miriam Kilali und Deborah S. Phillips


Ausstellungsdaten:

Titel: ALEPH
Künstler: Margret Holz, Nawar Al Husari, Heehyun Jeong, Miriam Kilali, Carmen McPherson, Zeynep Özkazanç, Jean Peut-être, beate maria wörz

Vernissage: Freitag, 7. April 2017, 19.30 Uhr
Finissage mit Künstlergespräch: Sonntag, 7. Mai 2017, 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 8. April bis 7. Mai 2017
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 14.00 bis 20.00 Uhr (über Ostern geschlossen)
Ausstellungsort: Kunstverein Neukölln, Mainzer Str. 42, 12053 Berlin

Details

Datum:
7. Mai 2017
Zeit:
19:30 - 22:00
Website:
http://www.kunstverein-neukoelln.de

Veranstaltungsort

Kunstverein Neukölln
Mainzer Str. 42
12053 Berlin, 12053 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
030 - 56821964
Website:
www.kunstverein-neukoelln.de

Veranstalter

Kunstverein Neukölln e.V.
Telefon:
030 56821964
E-Mail:
info@kunstverein-neukoelln.de
Website:
www.kunstverein-neukoelln.de