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In the Neighborhood

28. Juli 2018 @ 19:00 - 23:00

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Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 15:00 Uhr am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag stattfindet und unbegrenzt wiederholt wird.

In the Neighborhood  / raumohneraum #3
Eine Ausstellung des Netzwerkes freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V.

Am Samstag, 28. Juli 2018 um 19 Uhr eröffnet die Ausstellung In the Neighborhood im c/o KUNSTPUNKT BERLIN, Schlegelstr. 6, 10115 Berlin-Mitte. Als dritter Teil der Reihe raumohneraum versammelt sie Beiträge von vier ausgewählten Initiativen, welche die nachbarschaftlichen Beziehungen zum Thema haben.

Nachbarschaft spielt im Leben der meisten Menschen eine Rolle, ob sie wollen oder nicht. Für die einen ist sie Ressource, Heimat und lokale Gemeinschaft in globalen Zeiten, für die anderen Herausforderung und Ausgangspunkt vieler Konflikte. Auf dieses vielschichtige Gefüge nehmen die ausstellenden Künstler*innen und Initiativen in der Ausstellung Bezug. Manche davon wirken mit ihrer Projektarbeit direkt auf Nachbarschaften ein, indem sie Rahmen für Begegnung und Interaktion schaffen. Datscha Radio generiert urbane Wirkungsfelder an immer neuen Orten und spürt der Gemeinschaftlichkeit von Netzwerken nach. Das Künstler*innenkollektiv nomadicArt sammelt und archiviert Geschichten einer Nachbarschaft und produziert dabei kollektives Bewusstsein. Camping Akademie e.V. praktiziert Community Art mit verschiedenen Gruppen und Generationen einer Nachbarschaft und Ira Hadžic & Kevin Ryan thematisieren das Aufeinandertreffen verschiedener Lebensrealitäten auf engstem Raum.

Camping Akademie e.V. präsentiert die Installation Rokoko Wunderkammer Weissensee. Christine Falk & Alfred Banze, die mit ihrem Kunstverein partizipative Projekte in Berlin und weltweit realisieren, vereinen darin gesammelte Projektschätze aus Weissensee. Dort arbeiten sie seit 2012 mit zwei Kinderfreizeiteinrichtungen (FiPP-Nische und Freiraum von FiPP e.V.) und einem Seniorenheim (Bischof Ketteler Haus) in unmittelbarer Nachbarschaft zusammen. Mit ihren Mehrgenerationen-Projekten regen sie Kindern, Jugendliche, Eltern, Senioren und Erzieher zur Community Art an. In der Ausstellung zeigt ein zentraler positionierter Bildschirm den vertonten Stummfilm Wie der Tiger von Eschnapur nach Weissensee kam aus dem Jahre 2012. Der Film bezieht sich unter anderem auf den Stummfilm-Produktionsstandort Weissensee zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der sich ebenfalls in der Nachbarschaft befand. Fotos, Grafiken und Texte ergänzen die Installation.

Datscha Radio ist eine temporäre Radiostation mit wechselnden Standorten und zugleich ein globales Garten-forschungsprojekt von Gabi Schaffner in Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen. Der Garten dient als Metapher und Matrix für verschiedenste künstlerische Ansätze, um ein gemeinschaftliches Radio zu gestalten, das für antihierarchische Perspektiven und organisches Wachstum einsteht. Unearthing the Archive sendet performative Perlen, sprachliche Substanzen und Musiken aus dem Mikro/Makro-Kosmos humaner wie pflanzlicher Nachbarn. Zwischen Maulwurfshügeln und mobilen Radios bieten Liegestühle und ausgewählte Shows im „Random Mode“ den Besucher*innen Gelegenheit, es sich bequem zu machen und zu lauschen. Die Ausstellung im Kunstpunkt wird realisiert mit den Berliner Radiomacherinnen Kate Donovan, Niki Matita und Helen Thein.

In Kollaboration zwischen der Autorin und Künstlerin Ira Hadžic und dem Bildhauer und Musiker Kevin Ryan entstanden die Soundskulpturen Housestory. Diese zeigen sich als architektonische Gebilde mit nur kleinen Öffnungen, welche auf das Innere verweisen, ohne aber Zutritt zu gewähren. Aus dem Dunkel dringen Töne, die die Betrachtenden zum Lauschen einladen und in ihren Bann ziehen. Klänge und Wörter wirken aufeinander ein, verweben sich zu einer geheimnisvollen Geschichte, die durch das Innere eines Hauses und dessen verschiedener Realitäten führt. Basis der Arbeit sind gelesene und neu arrangierte Textausschnitte aus Ira Hadžics Buch „Evacuation of Nada“ (2013). Dieses kann als Meditation gelesen werden über die zahlreichen Wahrnehmungen und Interpretationen von Wirklichkeit, die in einem gemeinsamen Raum zu einem vielstimmigen Ganzen verschmelzen.

Moabiter Geschichten ist ein künstlerisch-anthropologisches Projekt zur Archivierung von Stadtgeschichten, das im Mai 2017 vom Künstler*innenkollektiv nomadicArt initiiert wurde und seitdem fortläuft. Ziel des Projektes ist es, ein multimediales Archiv von Moabiter Geschichten, Gefühlen und Wahrnehmungen zu generieren, und es durch eine Vielzahl von Formaten, darunter ein digitales Online-Archiv, Postkarten und öffentliche Veranstaltungen zu kommunizieren. Das Kollektiv möchte eine Kultur des Zuhörens, Austausches und der Akzeptanz in heterogenen Nachbarschaften fördern und darüber hinaus physische Räume für Begegnung, Verständnis und Solidarität in der Nachbarschaft zu eröffnen. Im Rahmen der Ausstellung stellt nomadicArt Prozesse und bisherige Ergebnisse des Projektes vor und macht verschiedene Aspekte von nachbarschaftlichen Zusammenleben in einer interaktiven Installation erfahrbar. Interessierte können vor Ort an einem digitalen Forum teilnehmen.

Details

Datum:
28. Juli 2018
Zeit:
19:00 - 23:00
Veranstaltungkategorie:
Website:
projektraeume-berlin.net

Veranstaltungsort

KUNSTPUNKT BERLIN
Schlegelstr. 6
Berlin, 10115
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Veranstalter

Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen
E-Mail:
contact@projektraeume-berlin.net
Website:
www.projektraeume-berlin.net/

Weitere Angaben

Ausstellungszeit:
29.07.2018-31.08.2018
KuratorInnen:
Netzwerk-Team
KünstlerInnen:
Camping Akademie e.V. / Christine Falk & Alfred Banze, Datscha Radio / Gabi Schaffner, Kate Donovan, Niki Matita, Helen Thein, Ira Hadžic & Kevin Ryan, nomadicArt Künstlerinnenkollektiv