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material matters – bewegte und widerspenstige Körper

5. Juni 2015 @ 19:00 - 23:00

queerfeministische Malerei

Deborah Schmidt

Queerfeministische Revolution WEB_D.Schmidt

Vernissage: 05. Juni 2015, 19:00 + Konzert mit Razor Cunts (Riot Grrrl Cello Duo)
Ausstellungsdauer: 06. Juni – 16. Juli 2015, Mi.-Sa. 16:00-19:00

Konzert: 04. Juli, 21:00, mit Erring Soda  (Riot Grrrl Hardcorepunk) & Lily Havoc (Metal / Punk)
Artist Talk: 11. Juli 2015, 16:30, mit Deborah Schmidt

In der figürlichen Malerei von Deborah Schmidt steht der menschliche Körper im Mittelpunkt. Statt klassischer Portraits sind es situative Momentaufnahmen, in denen die Körper in Augenblicken alltäglicher Aktivität festgehalten werden. Sie sind stets in Bewegung – in Interaktion mit sich selbst oder mit anderen, teils in sich gekehrt, teils extrovertiert, manchmal fragmentiert und grenzüberschreitend. Immer erscheinen sie als selbstbestimmt handelnd. In ihren Bildern unterläuft die Künstlerin den passiven Objektstatus herkömmlicher Körperrepräsentationen. Inspiriert von queerfeministischen

Ansätzen und Praxen will sie widerspenstige Körper zeigen, die sich Normen, insbesondere geschlechterspezifischen Normen, widersetzen. Die Körper in ihren Gemälden strahlen eine selbstermächtigende Dynamik und eine Eigenständigkeit aus, die kaum Verwundbarkeit performiert. Vielmehr sind die Haltungen und Gesten stets stark und selbstbewusst, egal wie unerwartet und unkonform diese auch sein mögen.

Das Format der gegenständlichen Malerei ist im Kontext von Schmidts Ansatz besonders interessant. (Queer-)feministische Kunst findet ihren Ausdruck meist in zeitgenössischeren Medien, die nicht derart patriarchal vordefiniert sind wie die (figürliche) Malerei, die heute nachwievor vorwiegend normativ bestimmt ist. Die Bewegung der Körper und der Eindruck des Momenthaften in den Bildern stehen im Widerspruch zur zeitaufwendigen Materialebene der Malerei. In diesem Sinne steht in den Arbeiten von Deborah Schmidt das Format Malerei in fruchtbarem Kontrast zu den gezeigten Inhalten der Bilder. So wirft die Ausstellung „material matters – bewegte und widerspenstige Körper“ nicht nur Fragen nach künstlerischen Potenzialen auf, in normative Körperrepräsentationen verändernd zu intervenieren, sondern auch in das Medium der Malerei selbst und seine traditionell heteronormative Besetzung.

Bildcredit: Queerfeministische Revolution“, 100 x 80 cm, Acryl auf Leinwand, © Deborah Schmidt

Details

Datum:
5. Juni 2015
Zeit:
19:00 - 23:00
Website:
www.alpha nova-kulturwerkstatt.de

Veranstaltungsort

alpha nova & galerie futura
Am Flutgraben 3
12435 Berlin,
+ Google Karte
Telefon:
+49(0)30 37005547
Website:
www.alpha-nova-kulturwerkstatt.de/