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Skala | Nana Kreft und Abe Rechterschot

19. November 2016 @ 16:00 - 17:00

Nana Kreft und Abe Rechterschot

Nana Kreft und Abe Rechterschot

Skala

An die Wand gelehnte Holzkonstruktionen, Versuchsanordnungen auf Tischen, auf einzelne Aspekte und Oberflächen reduzierte Zeichnungen: Den Arbeiten von Nana Kreft haftet oft etwas Provisorisches an. Doch genau dieser Eindruck ist gewollt. Nana Kreft interessiert sich für die Momente, in dem die Dinge und Bedeutungen schweben, weil sie nicht eindeutig einordbar sind; Assoziation ermöglichen, die im nächsten Moment wieder brüchig werden. Die Künstlerin provoziert damit ein ständiges Abwägen möglicher Verortungen und Bedeutungsebenen. Doch rutscht sie dabei nie ins ganz Abstrakte und bewahrt so den Betrachter vorm Haltloswerden.
Wiederkehrendes Thema sind Architekturen und Oberflächen. Diese hält sie mit Fotografie oder Zeichnung fest oder stellt eigene Konstruktionen zusammen, in die sie zum Teil die Zeichnungen und Fotografien einarbeitet. Es entstehen dreidimensionale Raumcollagen, die oftmals in Bezug zu dem Raum stehen, in dem sie gezeigt werden – weil sie einzelne Elemente und Materialien aufgreifen oder den Blick für bestimmte Aspekte des Raumes sensibilisieren.
(aus einem Text von Anna-Lena Wenzel)

Abe Rechterschot beschäftigt sich mit Abbildungen aus Werbung und Alltagskultur. Banale Gegenstände löst er aus ihrem Kontext, stellt sie in einen neuen Zusammenhang und zeigt so unerwartete Verbindungen auf. Durch Vergrößerungen oder ungewöhnliche Ausschnitte verfremdet er das Triviale, verwandelt Alltagsgegenstände in Ikonen. Gleichzeitig setzt er durch einen scheinbar respektlosen Umgang mit Traditionen der Kunstpräsentation Wertvolles herab. – Stapel von Fotos scheinen achtlos auf einen Mauervorsprung geworfen, dazwischen stehen leere Bierflaschen, auf dem Boden liegt ein großformatiger Druck, dessen Ecken sich wellen, durch ein anderes Foto ist eine Schraube geschraubt, um eine Art Regal an der Wand zu befestigen ((///\\\), Antwerpen, 2010 und Untitled, Brüssel, 2011). Doch ist bei aller scheinbaren Achtlosigkeit kein Detail bedeutungslos. Es findet eine ständige Umkehrung und Wiederumkehrung von Wertlosem und Kostbarem statt.
Abe Rechterschots Arbeiten reflektieren Formen der Präsentation von Objekten in Kunst und Alltagskultur. In seinen aktuelleren Arbeiten löst sich die Präsentation vom präsentierten Objekt und wird selbst zum Motiv der Arbeit.

Details

Datum:
19. November 2016
Zeit:
16:00 - 17:00
Veranstaltungkategorie:
Veranstaltung-Tags:
Website:
http://www.axelobiger.net

Veranstaltungsort

Axel Obiger
Brunnenstraße 29
Berlin, Berlin 10119 Deutschland
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Website:
http://www.axelobiger.net