STATEMENTS UND PARTEIENBRIEFE DES NETZWERKS

Statement zur Einführung einer Basisförderung für Projekträume und -initiativen ab dem kommenden Berliner Doppelhaushalt 2020/21

Seit 2012 erhalten jährlich eine Anzahl von Projekträumen und Projektinitiativen (zu Beginn 7, mittlerweile 20) Preise für ihre geleistete Arbeit. Dies war ein kleiner, aber wichtiger erster Schritt zur Anerkennung der immensen und hochprofessionellen Leistungen der Projektraumbetreiber*innen, Kurator*innen und Künstler*innen. Mit der Realisation rund der Hälfte aller Berliner Ausstellungen (1) tragen sie alle einen wesentlichen Anteil dazu bei, den Ruf Berlins als Kunsthauptstadt zu festigen und haben fernab von Institutionen und Kunstmarkt eine vielschichtige, unabhängige Szene geschaffen, in der bereits 65% aller Berliner Künstler*innen ausgestellt haben (2). Die Preisvergabe setzte für diese Szene ein Zeichen, stellt jedoch keine bedarfsgerechte oder nachhaltige Förderung dar! Die Projektraum- und Initiativenszene hat dies bereits 2013 in ihrer Forderung nach einer Basisförderung präzisiert und im Netzwerk ein Modell entwickelt, das sich effizienter auf die Förderung und den Erhalt der gesamten Szene auswirken kann.

Es gibt gewichtige Gründe, warum es nun endlich die Basisförderung braucht:
1) Durch die Verknappung und Verteuerung von Raum sowie die zunehmende Kommerzialisierung Berlins sind Projekträume/-initiativen mehr denn je existenziell bedroht. Dem Sterben der freien nicht kommerziellen Räume muss dringend entgegen gewirkt werden. Eine Basisförderung kann diese Sorge um die Existenz abfedern und somit ein konzentriertes Arbeiten am Programm und Inhalt gewährleisten (Raum- und andere laufende Fixkosten, Basis-Honorierung der Betreiber*innen).
2) Die Auszeichnung erzeugte in der Vergangenheit kaum Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit und blieb trotz der durchaus beachtlichen Anzahl von ausgezeichneten Räumen ohne großen Positiveffekt auf das Gesamtgeflecht der Räume und Initiativen. Eine Basisförderung als Teil einer gesamt gedachten strukturellen Förderung generiert eine neue Qualität von Planungssicherheit und Kontinuität der Arbeit.
3) Der Preis scheint wenig verteilend und gerecht zu wirken. Genau an diesem Punkt setzt eine Basisförderung mit einer „gesunden“ in Anpassung an das Gesamtförderbudget orientierten Deckelung an. Sie muss zum Ziel haben, möglichst viele Projekträume und -initiativen in ihrer Substanz zu erhalten.
4) Mit der Basisförderung wird ein Instrument geschaffen, das sich – im Gegensatz zum Preis – an den tatsächlichen und sehr unterschiedlichen Bedarfen der einzelnen Projekträume und -initiativen orientiert und diese abzudecken sucht.

Mit der Teilung des Förderbudgets in einen großen Teil für eine nachhaltig wirkende, strukturelle Förderung und der Aufrechterhaltung eines kleinen Teils für symbolhafte Preise, die auch weiterhin für die Sichtbarkeit der Projektraum- und Initiativenszene große Bedeutung haben, ist man insgesamt der Sicherung der einzigartigen künstlerischen Freiräume in Berlin ein großes Stück näher gekommen. Die Basisförderung setzt neue Standards für die Gesamtheit der Projektraumszene, verkörpert ihre Geschlossenheit und verankert sie sinnvoll im Fördersystem der Berliner Kulturförderung.

In Anbetracht der Anzahl von ca. 150 erfassten (und mind. 250 als gesichert anzunehmenden) Projekträumen/-initiativen in der Stadt fordern wir als notwendigen Schritt zudem eine Aufstockung der Fördersumme allein für die Basisförderung auf 2 Mio. Euro (vgl. auch Fördermodell).

(1) Institut für Strategieentwicklung (IFSE): Studio Berlin II – Neue Untersuchung zur Lage der Kunst und der Bildenden KünstlerInnen in Berlin, 2011, S. 19
(2) Institut für Strategieentwicklung (IFSE): Studio Berlin III – Situation Berliner Künstler*innen und Gender Gap, 2018, S. 12

Statement Basisförderung als pdf
Aktualisiertes Fördermodell als pdf

Raumkoordination der Projekträume ist dringender denn je!

Berlin, 7. November 2018

Raumkoordination der Projekträume ist dringender denn je!
Weitere Gewichtung statt Beendigung vonnöten

Seit September 2016 beschäftigt das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen einen Raumkoordinator zur Neuentwicklung von Projekträumen im Rahmen des sogenannten „Arbeitsraumprogramms“. Finanziert wird die Honorarstelle durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Vor dem Hintergrund der akuten Bedarfe kümmert sich die Raumkoordination um das Auffinden und die Beurteilung von Räumen, die Absprachen und die Kommunikation mit allen relevanten Partner*innen bis zur Koordination der Vergabe an die entsprechenden Nutzer*innen. Neben der Neuentwicklung kümmert sie sich auch um den Erhalt von bestehenden Projekträumen und steht diesen als Berater und Vermittler in Notsituationen zur Seite.

Nach skizzierten Plänen und Aussagen der Senatskulturverwaltung zu einer Neuausrichtung des Programms und einer zentralisierten Struktur mit Schaffung eines „Kulturraumbüros“ soll die Raumkoordination der Projekträume nur noch bis zum Ende des Jahres 2018 bestehen und danach nicht weiter verlängert werden. Auch innerhalb der Freien Szene sind in weiteren Kunstsparten die gleichen oder vergleichbare Einschnitte geplant. Dies bedeutet in der Gesamtbetrachtung einen enormen Rückschritt für das wichtige Thema der Raumsicherung und -entwicklung. Statt die Expertise und Vernetzung der Szene mit einzubeziehen und weiter auszubauen, setzt man auf noch mehr interne Verwaltungsstrukturen sowie eine neue, in- oder externe Struktur. Es ist zu befürchten, dass diese nur geringe Kenntnis in den wichtigen Belangen, Wünschen und Vorstellungen von Akteur*innen der Freien Szene hat. Die alleinige Entscheidungsgewalt und Gestaltungsfreiheit der Senatskulturverwaltung steht damit im eigentlichen Fokus der geplanten Veränderungen. Auf eine wirkliche Kooperation mit der Freien Szene wird bewusst verzichtet. Das „Ob“ und „Wer“ zukünftig einen geförderten Raum zur Vergabe erhält, wird damit zum Glücksspiel.

Was die Leitung der Senatskulturverwaltung derzeit praktiziert, folgt keineswegs dem politischen Bekenntnis zu mehr Mitsprache und Partizipation der Szene, sondern signalisiert das genaue Gegenteil. Der mit Sicherheit schwierige Schritt, ein neues und finanziell ausgestattetes Programm ins Laufen zu bringen, wurde bereits nach einem Jahr – Ende 2017 – einseitig von ihr unterbrochen und in Frage gestellt, ohne eine nennenswerte und mit den Partner*innen abgestimmteüberarbeitung und Neuaufstellung stringent auf den Weg zu bringen. Die Raumkoordinationen der einzelnen Sparten bemühten sich trotzdem gemeinsam um die Fortführung der immens wichtigen Aufgaben.

Projekträume werden täglich aufs Neue von Immobilieneigentümer*innen mittels steigenden Mieten oder ablaufenden Verträgen verdrängt. Was ist wichtiger, als eine Raumkoordination, die versucht gezielt und im direkten Auftrag ihrer Szene, sich dieser Situation zu stellen und kontinuierlich nach den wenigen „Möglichkeitsräumen“ zu forschen, sie präzise zu beurteilen, sie für die Szene zu sichern und verfügbar zu machen? Wer könnte mehr Verständnis mitbringen, um in Not geratenen Räumen und Initiativen eine Hilfe zu sein? Warum will die Senatskulturverwaltung trotz angeblich gewünschter Partizipation auf so eine Hilfeleistung verzichten? Warum wird ein „Role Model“ wie das 25 lange Jahre erfolgreich funktionierende „Atelieranmietprogramm“ – realisiert durch den Atelierbeauftragten und das Atelierbüro – nicht zur Blaupause für die Raumkoordination der Projekträume?

Das Netzwerk der freien Berliner Projekträume und -initiativen fordert eine Kehrtwende der Pläne der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Wir dringen auf die Weiterführung der bereits erfolgreich agierenden Raumkoordination für Projekträume, um dem Thema Raumerhalt und Raumsicherung mit größtmöglicher Nachhaltigkeit zu begegnen.

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Statement gegen die Erweiterung des Bewerber*innenkreises um kommunale Galerien beim Präsentationsfonds

September 2018

Mit dem Start des Präsentationsfonds 2017 wurde ein neues Förderinstrument im Bereich Bildende Kunst geschaffen. Nach vorangegangenen Beratungen im Rahmen des Jour Fixe der Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit Institutionen, Vereinen, Verbänden und Aktiven aus dieser Sparte sollten die darin ausgeschriebenen Mittel den Künstler*innen der Freien Szene zugute kommen und von diesen beantragt werden. Ausgeklammert von der Bewerbung waren Institutionen und Kommunale Galerien. Solange die Beantragungen von Künstler*innen, Kurator*innen und Künstler*innengruppen selbst ausgingen, konnten diese sich jedoch auch mit Projekten in Institutionen und Kommunalen Galerien bewerben. Ebenso zulässig zur Beantragung waren freie Projekträume, -initiativen und Vereine mit künstlerischem Programm.

In einem weiteren „Jour Fixe Bildende Kunst“ im Juli 2018 hat die SenKE nun die Sperre der direkten Bewerbungen von Kommunalen Galerien zurückgenommen. Wir teilen die dort artikulierte Ansicht des bbk berlin, dass die Projektidee und Antragstellung bei den freien Künstler*innen, Kurator*innen und Kunstschaffenden liegen sollte. Die Konsequenz daraus kann jedoch nur sein, dass der Präsentationsfonds nur sie – die Freie Szene selbst – als Antragsteller*in zulässt.

Kommunale Galerien sind – auch wenn sie Projekte von Künstler*innen der Freien Szene ermöglichen und präsentieren per Definition keine Freie Szene. Das Netzwerk freier Projekträume und -initiativen hat sich stets für eine Stärkung der bezirklichen Kulturförderung ausgesprochen und tritt auch im Zusammenhang der 11 Punkte-Forderungen der Koalition der Freien Szene ausdrücklich dafür ein, dass Kommunale Galerien und bezirkliche Kunstorte hinreichend und auskömmlich bezuschusst werden. Jedoch sollten sie nicht über den Präsentationsfonds, der speziell die Freie Szene unterstützen soll, in Konkurrenz zu dieser agieren.

Das Netzwerk fordert die unveränderte Ausschreibung des Präsentationsfonds im Sinne der Fassung von 2017.

Netzwerk-Statement zum partizipativen Verfahren im Rahmen der Preisvergabe an künstlerische Projekträume und -initiativen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Statement zur unveränderten Beibehaltung des partizipativen Verfahrens
November 2017

Das partizipative Verfahren hält fest, dass die Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen aus einer kollektiven Organisation und Anstrengung des Netzwerks in Kooperation mit der Kulturverwaltung entstanden ist. Als Meinungsbild stellt es die Partizipation der Szene und einen Moment von Selbstverwaltung dar. Das Netzwerk bittet Teilnehmer*innen am  partizipativen Verfahren daher eindringlich, vom Versuch eines Stimmenhandels abzusehen und hat der Kulturverwaltung eine Disqualifizierung der Bewerbung bei Bekanntwerden von Mißbrauch des partizipativen Verfahrens empfohlen.

Aus Sicht des Netzwerks ist das partizipative Verfahren (PV) eine geglückte Erweiterung/Ergänzung des klassischen Jury-Verfahrens, ohne dabei die Autonomie der berufenen Jurys einzuschränken. Für die berufenen Jurys ist das PV ein formalisiertes, neutrales Angebot, bei ihrer Entscheidungsfindung auch die Stimmen aus der Projektraumszene mitzuhören, ohne ihnen folgen zu müssen. Sowohl Übereinstimmung als auch Auseinanderfallen von PV und Jury-Entscheidung bereichern den Diskurs um die Projektraumlandschaft in jeder Runde aufs Neue um eine Verhältnissetzung, die die Auszeichnung durch die Jahre begleitet und „nachlesbar“ macht.

Das partizipative Verfahren bildet das Zustandekommen der Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen an sich ab. Es hält fest, dass dieses „ersatzweise“ Förderinstrument aus einer kollektiven Organisation und Anstrengung des Netzwerks in Kooperation mit der Kulturverwaltung, entstanden ist. Als basisdemokratisches Meinungsbild stellt es ideell einen Moment von Selbstverwaltung dar.

Durch das PV kann die Aufmerksamkeit der Jury auch auf Randerscheinungen und neue Teilnehmer in der Projektraumlandschaft gelenkt werden: Bewertet die Szene BewerberInnen hoch, die nach den Kriterien und dem Kenntnisstand der Jury vielleicht nicht in die engere Wahl gekommen wären, kann das ein produktiver Anhaltspunkt sein, die eigenen Kriterien zu hinterfragen oder gerade umso stärker zu schärfen und dagegenzusetzen.
Ein niedriges Ranking kann ebenfalls ein aufschlussreicher Indikator sein, da es evtl. auf einen geringen Bekanntheits- und Vernetzungsgrad des Bewerbers hinweist, was aber prinzipiell keine Aussage zur Qualität beinhalten muss.

Für BewerberInnen, die bei der Preisvergabe leer ausgehen, aber im PV viel Unterstützung erfahren, kann abseits der Juryentscheidung gerade die Wertschätzung durch die KollegInnen im PV (gleich-)viel bedeuten.

Vereinzelt wurde angeführt, dass Formen von Manipulation z.B. Versuche der Bildung von Stimmkartellen beim PV aufgetreten sind. Dies kann nicht gegen das PV sprechen, sondern lediglich gegen BewerberInnen, die versuchen, es auf diese Weise (und doch wohl erfolglos) missbräuchlich für sich zu nutzen. Das PV macht solche Mechanismen und Usurpationen – die unseres Erachtens Ausnahmen und Einzelfälle darstellen – nur sichtbar, aber begründet sie nicht.

Durch das Partizipative Verfahren als immer neu aktualisierte Momentaufnahme, wird der Blick der Projektraumszene auf sich selbst dokumentiert – als solche ist das PV unbedingt zu erhalten.

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Statement des Netzwerks freier Projekträume und -initiativen e.V. zum Haushaltsplanentwurf 2018/19 der Senatsverwaltung für Kultur und Europa betreffend den Titel 68610 „Umwandlung der Preise für Projekträume und -initiativen“

Statement des Netzwerks freier Projekträume und -initiativen e.V. zum
Haushaltsplanentwurf 2018/19 der Senatsverwaltung für Kultur und Europa betreffend den Titel 68610 „Umwandlung der Preise für Projekträume und -initiativen“

Der Bericht der SenKE zum Haushaltstitel 68610 – Zuschüsse für kulturelle Aktivitäten freier Gruppen „Umwandlung der Preise für Projekträume und -initiativen“ ist aus unserer Sicht falsch. Die daraus resultierende Mittelkürzung des Aufwuchses durch den Kulturausschuss auf Antrag der Parteien der Regierungskoalition enttäuscht, zumal sie verkehrt begründet ist.

Es gibt keine Absprache und gemeinsame Haltung der SenKE und des
Netzwerks freier Projekträume und -initiativen gegen eine Umwandlung der Preise in eine Basisförderung und auch kein Votum, dass es nicht das richtige Förderinstrument sei. Die Position des Netzwerks ist weiterhin wie folgt: Wir fordern eine geeignete und möglichst selbst verwaltete strukturelle Förderung gemäß unseres „3-Säulen-Fördermodells“ mit einer Strukturförderung (2 Mio EUR), einer Projektförderung mit (825.000 EUR) und einer Preisvergabe (50.000 EUR).

Im Verlauf der Gespräche mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zeigte sich das Netzwerk, insbesondere angesichts des langwierigen konzeptionellen und genehmigungsnotwendigen Aufwandes zur Umwandlung des Preises in eine Strukturförderung, mit der weiteren Preisvergabe einverstanden, allerdings ausschließlich für den kommenden Haushalt 2018/19. Damit einhergehen sollte allerdings eine weitere finanzielle, dringend notwendige Aufstockung der Mittel, gerade im Hinblick auf den Aufbau einer zukünftigen Strukturförderung, so wie von der SenKE angemeldet. Die nun stattgefundene Kürzung dieses Aufwuchses ignoriert die sich ständig verschlechternde Situation der Projektraumszene und unser Vorhaben, der Notlage strukturell entgegen zu wirken. Es bleibt zu hoffen, dass wir im Zuge des anstehenden Prozesses der Systematisierung des gesamten Fördersystems unseren roten Faden gemeinsam mit der Politik
und Verwaltung wieder aufnehmen können, um für den Haushalt 2020/21 das Ziel einer Strukturförderung endlich zu erreichen.

Umso befremdlicher erscheint es uns, dass einige wenige Räume – mit dem Label des Projektraumes etikettiert – durch eigene Haushaltstitel bedacht und aus der Szene herausgehoben werden, während der Basis die dringend notwendige Aufstockung gekürzt wird. Dieses Ungleichgewicht ist weder quantitativ noch qualitativ gerechtfertigt und wird als Leuchtturm- Förderung innerhalb der Szene vom Netzwerk entschieden abgelehnt.

Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen e.V. dankt allen Spendern für ihre Solidarität!

Berlin, Oktober 2017

Seit dem Jahr 2012 haben insgesamt 75 Projekträume oder -initiativen einen der Preise zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten erhalten. Die Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen ist maßgeblich an der Entwicklung der Förderung durch Preisgelder beteiligt.

Wir möchten nun öffentlich machen, dass Kronenboden € 1.500,- / CargoCult € 1.500,- / SCOTTY € 1.500,- / Donau Ecke Ganghofer € 1.500,- / G.A.S-station € 500,- / Institut für Alles Mögliche/Plusnull e.V. € 500,- / ACUD MACHT NEU € 1.500,- / ZKU/KUNSTrePUBLIK € 1.500 / A TRANS – Isolde Nagel € 1.500,- / Zwitschermaschine – Kulturpark e.V. € 200,- / Berlin Weekly – Stefanie Seidl € 400,- / superbien! – Anne Katrin Stork € 500,- / Group Global 3000 e.V. € 300,- / Kunsthaus KuLe € 300,- / KlangQuadrat e.V.- Errant Sound € 300,- / die raum € 250,- / Bublitz € 250,- / Meinblau e.V. € 500,- / Kunstverein Neukölln e.V. € 444,44 für netzwerkspezifische Ausgaben zur Verfügung gestellt haben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Allen, dass sie derart solidarisch verfahren.

Neues Fördermodell für freie Berliner Projekträume und -initiativen

September 2016
Vorstellung des Neuen 3-Säulen Fördermodells durch das Netzwerk.
Zielgruppe: Freie Projekträume und –initiativen entsprechend des Selbstverständnisses des Netzwerks freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V.
Vergabe/Abwicklung: Selbstverwalteter Fördertopf; Vergabe durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V.

F1: BASISFÖRDERUNG
zur Ermöglichung von Planungssicherheit und zur längerfristigen Sicherstellung des gesamten Betriebs.
Fördersumme: 20.000 – 60.000 Euro (nach Bedarf)
Vergabe: 1 x jährlich für 2 Jahre
Umfang: ca. 50 Projekträume /-initiativen pro Jahr
für: Kosten für Personal (Raumbetreiber), Programmplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Miete + Nebenkosten, Bürokosten, Kommunikation
Fördersumme gesamt: 2 Mio. Euro Jahre (bei Ø 40.000)

F2: PROJEKTFÖRDERUNG
zur Ermöglichung flexiblen Handelns, für Einzelprojekte und Serien.
Fördersumme: 2.000 – 20.000 Euro (nach Bedarf)
Vergabe: 3 x jährlich für max. 1 Jahr
Umfang: ca. 75 Projekträume /-initiativen pro Jahr
für: Honorare Kuratoren, Künstlerhonorare, Produktionskosten, Öffentlichkeitsarbeit, Transport + Reisekosten, etc.
Fördersumme gesamt: 825.000 Euro (bei Ø 11.000)

F3: PREISE
Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen
Preissumme: 10.000 Euro
Vergabe: 1 Mal jährlich für geleistete Arbeit
Umfang: 5 Preise pro Jahr
Fördersumme gesamt: 50.000 Euro

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Stellungnahme des Netzwerks freier Berliner Projekträume und -initiativen zum Haushaltsplanentwurf 2016/17 der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten betreffend Titel 68123 (Ehrungen, Preise/Preise für Projekträume und -initiativen)

Die Summe der Auszeichnungen für künstlerische Projekträume und -initiativen soll von Eur 210.000 auf Eur 655.000 erhöht werden, allerdings neben dem ursprünglichen Vergabebereich Bildende Kunst auf die Bereiche Literatur und Musik erweitert werden.

Download: Stellungnahme

Netzwerk-Statement zu den sieben zusätzlichen Preisen für Projekträume und -initiativen und den Arbeits- und Recherchestipendien im Bereich der Bildenden Kunst aus City Tax Mitteln

Berlin, Juni 2015

Mit der jährlichen Vergabe der Preise für sieben Projekträume und
-initiativen ab 2012 wurde der Grundstein für eine erstmalige finanzielle Anerkennung seitens der Senatskulturverwaltung gelegt. Durch die Verwendung von City-Tax-Geldern 2014 konnte nun eine Verdopplung auf 14 Preise mit einem Gesamtbudget von € 420.000 erreicht werden. Das Netzwerk freut sich und gratuliert ganz herzlich allen Preisträgern.

Download: Statement

Statement zur Definition der Projekträume als Arbeitsräume & zur akuten Raumnot

Berlin, April 2015

Anlässlich der aktuellen Diskussion zur Raumnot der Berliner Kunstszene und zur Schaffung weiterer Ateliers und Arbeitsräume in der Stadt sieht das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen die dringende Notwendigkeit, den Raumcharakter und die Arbeitsweise von Projekträumen zu beschreiben und ihre Raumnot erneut klar herauszustellen.

Download: Statement

DAS NETZWERK FREIER BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN DANKT DER KUNSTREPUBLIK, OQBO – RAUM FÜR BILD, WORT, TON UND OKK – ORGAN KRITISCHER KUNST FÜR IHRE SOLIDARITÄT!

Berlin, Februar 2014

Im Jahr 2014 hat u.a. oqbo – raum für bild, wort, ton im Jahr 2013 hat die KUNSTrePUBLIK einen der sieben Preise zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen im Bereich Bildende Kunst der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten erhalten. Im Jahr 2012 war OKK – Organ kritischer Kunst unter den Preisträgern. Die Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen ist maßgeblich an der Entwicklung der neuen Förderung durch Preisgelder beteiligt.

Wir möchten nun öffentlich machen, dass die KUNSTrePUBLIK dem Netzwerk 10% und oqbo – raum für bild, wort, ton 5% des Preisgeldes für netzwerkspezifische Ausgaben zur Verfügung gestellt hat. Auch OKK – Organ kritischer Kunst hat sich mit einem Beitrag für das Netzwerk diesem Vorgehen angeschlossen.

Wir bedanken uns herzlich bei der KUNSTrePUBLIK, oqbo und OKK- Organ kritischer Kunst, dass sie derart solidarisch verfahren und derart verantwortlich und auch politisch handeln.

KUNSTrePUBLIK: www.kunstrepublik.de
OKK – Organ kritischer Kunst: www.kritische-kunst.org
oqbo – raum für bild, wort, ton: www.oqbo.de

Abschlussveranstaltung zur Auszeichnung Berliner Projekträume und -initiativen im Bereich Bildende Kunst für das Jahr 2013 am 18.09.2013 organisiert durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen: www.projektraeume-berlin.net/last-exit/

Download: Netzwerk-Preistraeger-Dank

STATEMENT DES NETZWERKS FREIER BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN ZUR GEPLANTEN VERANSTALTUNG „DIALOGPROZESS BILDENDE KUNST“

Berlin, Januar 2014

Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen tritt nach einer Entscheidung auf dem Netzwerkstrukturtreffen am 16.01.2014 aus der Arbeitsgemeinschaft mit Haben und Brauchen und dem bbk berlin zur Vorbereitung einer Veranstaltung im Februar 2014 (Konzeptwerkstatt und Arbeitsgruppen) aus.

Download: Netzwerkstatement_Dialogprozess

FÖRDERMODELL FÜR FREIE BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN

Berlin, Juni 2013
Aktualisierte Fassung des 2-Säulen-Fördermodells
für freie Berliner Projekträume und -initiativen

Zielgruppe:
Freie Projekträume und –initiativen entsprechend des Selbstverständnisses
des Netzwerks freier Berliner Projekträume und –initiativen

Vergabe / Abwicklung:
Selbstverwalteter Fördertopf / Vergabe durch das Netzwerk freier Berliner
Projekträume und –initiativen

F1: INFRASTRUKTUR-/ BASISFÖRDERUNG
zur Ermöglichung von Planungssicherheit
(Förderung zur längerfristigen Sicherstellung des gesamten Betriebs)
Fördersumme: 40.000 Euro
Vergabe: 1 x jährlich für 2 Jahre
Umfang: jeweils 25 Projekträume /-initiativen
für: institutionelle Kosten (Betriebs-/ Sach-, Personalkosten
und Programmmittel)

Fördersumme gesamt: 1 Mio. Euro

F2: ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG
zur Ermöglichung flexiblen Handelns
(kurzfristige, unbürokratische Vergabe kleinerer Summen)

Fördersumme: 10.000 Euro
Vergabe: 2 x jährlich
Umfang: jeweils 50 Projekträume /-initiativen
für: Honorare (Fachvorträge, Künstler/innen, Kurator/innen,
künstlerische Forschung etc.), Werbekosten (Druck,
Website etc.), Reisekosten (Künstler/innen, Kurator/innen
etc.), Materialkosten, Technik, temporäre Miete u. a.

Fördersumme gesamt: 1 Mio. Euro

Download: Netzwerk_Foerdersmodell-01-2015

DRITTER BRIEF DES NETZWERKS AN DIE KULTURPOLITISCHEN SPRECHER/INNEN IM BERLINER ABGEORDNETENHAUS

Berlin, Mai 2013

an die kulturpolitischen Sprecher/innen
der Fraktionen im Abgeordnetenhaus

Nachhaltige Förderung künstlerischer Projekträume und -initiativen in Berlin

Sehr geehrte/r Frau/Herr…,

im Februar dieses Jahres fand die erste Preisverleihung zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen im Bereich der Bildenden Kunst durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten statt. Wir möchten uns mit diesem Schreiben für Ihr Engagement bedanken, dass diese erste Förderung von sieben Räumen und Initiativen möglich gemacht hat. Ganz herzlich möchten wir uns darüber hinaus dafür bedanken, dass Sie auf der vom Netzwerk organisierten Bustour am 27.02.13 zu Gast waren und damit Ihr Interesse auch an unserer Arbeit signalisiert haben.

Wir werten diese neue Förderung als einen ersten Schritt, der die Arbeit der Projektraumbetreiber/innen würdigt – dennoch ist der Bedarf weitaus höher: Viele der mehr als 150 Projekträume und -initiativen arbeiten weiterhin unter prekären Verhältnissen und/oder sind in Ihrer Existenz bedroht. Dennoch bieten sie täglich ein interdisziplinäres künstlerisches Angebot auf sehr hohem Niveau und tragen dazu bei, dass Berlin als Kunststadt international einen einzigartigen Ruf genießt.

Um die Qualität und Vielfältigkeit der Berliner Projektraumlandschaft nachhaltig zu sichern, hatten wir bereits 2011 ein Fördermodell mit 2 Säulen entwickelt (siehe Anlage), das wir mit diesem Schreiben noch einmal in Erinnerung rufen möchten. Die Dringlichkeit einer angemessenen Förderung ist seitdem unverändert. In Anbetracht der bevorstehenden Haushaltsverhandlungen und in Zusammenhang der aktuellen Diskussionen um die City Tax möchten wir Sie bitten, sich für die Belange der freien Berliner Projekträume und –initiativen einzusetzen.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung
E-Mail: contact@projektraeume-berlin.net, Tel.: 0151 – 143 50 678.

Herzliche Grüße, Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen

 

Anlage

2-Säulen-Fördermodell für freie Berliner Projekträume und -initiativen
Entwickelt durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen

Das Zwei-Säulenmodell (F1 und F2) soll eine langfristige Sicherung der Vielfalt und Wandlungsfähigkeit der freien Berliner Projekträume und -initiativen gewährleisten. Zudem soll die Förderung den unterschiedlichen künstlerischen Praxen, dem erweiterten Produktionsverständnis und der (teilweise spontanen) Arbeitsweise der Projekträume entsprechen.

Zielgruppe
Im Sinne des Selbstverständnisses des Netzwerks gelten für freie Projekträume
und -initiativen folgende Merkmale:
– Sie verstehen sich als freie Projekträume und -initiativen im Sinne einer
selbstbestimmten, selbstorganisierten Arbeitsstruktur und -weise.
– Ihre Aktivitäten und künstlerischen Projekte sind nicht marktorientiert.
– Sie arbeiten interdisziplinär und spartenübergreifend.
– Ihre Arbeit ist durch fließende Übergänge zwischen Kunst- und
Diskursproduktion
gekennzeichnet.
– Durch ihr Engagement eröffnen sie innerhalb des Kunstkontextes Raum für
Projekte, Diskurse und Aktivitäten Dritter
.

F1: INFRASTRUKTUR-/ BASISFÖRDERUNG
zur Ermöglichung von Planungssicherheit
(Förderung zur längerfristigen Sicherstellung des gesamten Betriebs)
Vergabe: 1 x jährlich für 2 Jahre
für: institutionelle Kosten (Betriebs-/ Sach-, Personalkosten und Programmmittel)

F2: ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG
zur Ermöglichung flexiblen Handelns
(mehrmalige Vergabe im Jahr, mit unbürokratischer Vergabe kleinerer Summen)
Vergabe: 4 x jährlich (alle 3 Monate)
für: Honorare (Fachvorträge, Künstler/innen, Kurator/innen, künstlerische Forschung etc.), Werbekosten (Druck, Website etc.), Reisekosten (Künstler/innen, Kurator/innen etc.), Materialkosten, Technik, temporäre Miete u. a.

Dritter Brief an die Parteien: Netzwerk-Brief3_an_Parteien-Mai2013_web

ZUR ERSTEN AUSZEICHNUNG KÜNSTLERISCHER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN DURCH DIE BERLINER KULTURVERWALTUNG

Berlin, Dezember 2012

Wir möchten hiermit allen Preisträgern gratulieren!

Als Netzwerk waren wir maßgeblich an der Entwicklung dieser neuen Förderung beteiligt, möchten aber zugleich darauf aufmerksam machen, dass es weiterhin ein Bestreben unserer Netzwerkarbeit ist, eine notwendige breitere Basis- und Infrastrukturförderung zu erwirken!

Zugleich möchten wir hiermit darüber informieren, dass die Berliner Kulturverwaltung bei uns angefragt hat, die Preisverleihung für die Preisträger von 2012 im Februar 2013 zu organisieren. Wir haben dieses Angebot „heiß“ diskutiert – und letztendlich angenommen, vor dem Hintergrund, dass wir in der Veranstaltung die Möglichkeit sehen, den Fokus auf die Breite und Vielfalt aller Berliner Projekträume und –initiativen lenken zu können.

Uns ist bewusst, dass wir mit der Übernahme der Organisation dieser Preisverleihung eine Gradwanderung versuchen – aber wir hoffen, dass es uns gelingt, weiterhin im Sinne aller Berliner Projekträume und –initiativen zu agieren.

Wir freuen uns über Unterstützung – und auch Kritik.
Betreiber von Projekträumen und –initiativen sind weiterhin herzlich eingeladen, bei uns „mitzumischen“!!

Beste Grüsse im Namen des Netzwerks
Anne, Chris, Chris, Isolde, Jan, Kerstin, Nadine, Nina, Pfelder, Steffi und Tiny