STATEMENTS UND PARTEIENBRIEFE DES NETZWERKS

KURZSTATEMENT DES NETZWERKS ZUR ZWEIJÄHRIGEN BASISFÖRDERUNG FÜR PROJKETRÄUME UND -INITIATIVEN 2022/23

Aufruf zur Solidarität – Basisförderung für VIELE!
Wir fördern die Vielfalt und Solidarität zwischen den unterschiedlichsten Projekträumen und Projektinitiativen. (Selbstverständnis vom Februar 2019).
Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen setzt sich für bestmögliche und bedarfsgerechte Förderstrukturen der ganzen freien Szene von Projekträumen und Projektinitiativen ein.

Die Basisförderung für Projekträume und -initiativen, die dieses Jahr zum zweiten Mal ausgeschrieben wird, ist ein wesentliches Förderinstrument für unsere Szene. Als Netzwerk haben wir es erdacht und viele Jahre daran gearbeitet, es im Austausch mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in die Förderstrukturen des Landes zu implementieren
Auf diesem Weg hatten wir auch gefordert, dass die Basisförderung sowohl ein– als auch zweijährig vergeben wird – ein Ansatz der bereits vergleichbar in anderen basisgeförderten Sparten realisiert wird.
Wir halten das für wichtig, um auch einen kurzfristigeren Planungsbedarf und eine flexiblere Arbeitsweise von Projekträumen und -initiativen zu unterstützen.
Diese erhoffte Trennung in eine ein- und zweijährige Förderstruktur konnten wir leider bisher nicht erreichen, genauso wie eine Erhöhung der Gesamtbudgets für die Basisförderung insgesamt.
Weiterhin halten wir an der Idee einer breiten Verteilung der Fördermittel fest, um das „Überleben“ möglichst vieler Projekträume und -initiativen zu gewährleisten. Das Netzwerk sieht das nach wie vor als eine wichtige Grundausrichtung und Verantwortung gegenüber unserer Szene.
Das Votum unseres Austauschs über die Erfahrung der letzten zwei Jahre mit der Basisförderung hat unsere Sicht bestätigt und unterstreicht unsere Forderungen:

Wir plädieren bei den Antragssummen für eine jährliche Deckelung von maximal 30.000 € pro Antragsteller*in (insgesamt 60.000 €), um bei gleichbleibender oder geringfügig erhöhter Fördersumme der Basisförderung für Projekträume und -initiativen insgesamt, eine breite Förderung zu gewährleisten.

Wir befürworten angemessene Antragssummen innerhalb dieser Grenzen.

Wir appellieren an alle Antragsteller*innen, die Finanzpläne entsprechend zu gestalten. Denkt an die Sicherung und den Erhalt unserer gesamten Szene und zeigt Euch auf diesem Weg solidarisch!

Unsere Szene lebt durch Ihre Vielfalt. Ihr seid Teil dieser Vielfalt und könnt die Zukunft dieser Szene mit dem Tragen dieser solidarischen Haltung mitgestalten.

Außerdem bitten wir dringend auf folgende Punkte zu achten:
– Bitte beachtet die Kriterien zur formalen Antragsstellung. Bitte ausschließlich den vorgegebenen Musterfinanzierungsplan verwenden! Die beantragten Fördersummen sollen für beide Jahre gleich hoch sein.
Hochgeladene Anlagen, die nicht den Vorgaben entsprechen (wie z.B. maximale Seitenzahlen, maximale Dateigröße etc.) werden für das Juryverfahren NICHT zugelassen.
– Missverständliches in der Ausschreibung: „Institutionell oder strukturell (teil-) finanzierten Räume sind ausgeschlossen.“ Dazu zählen NICHT geförderte Projekträume im Rahmen des Arbeitsraumprogramms der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Bei der Entwicklung der Basisförderung haben wir von Anfang an einige Punkte gefordert, die wir leider bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Politik bislang noch nicht erreicht haben.
Wir behalten sie neben den bereits erwähnten Punkten
– Erhöhung der Gesamtfördersumme der Basisförderung für Projekträume und -initiativen
– Erweiterung zu einer bedarfsgerechten ein- und zweijährige Basisförderung

auf unserer Agenda:

– die 2. Säule unseres 3-Säulen-Fördermodells, die flexible Projektförderung für Einzelprojekte und Serien, und/alternativ
– einen Honorartopf für Künstler*innen, die in Projekträumen und -initiativen arbeiten und ausstellen analog den Kommunalen Galerien

Bei Fragen stehen wir Euch selbstverständlich immer gerne zur Verfügung.
contact@projektraeume-berlin.net

VIEL GLÜCK!

wünscht Euch der Vorstand des Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V. (Stephan Klee, Isolde Nagel, Carola Rümper)

Hier geht es zur Ausschreibung
AUSSCHREIBUNG ZWEIJÄHRIGE BASISFÖRDERUNG FÜR PROJEKTRÄUME UND –INITIATIVEN 2022/2023

Wichtig: ONLINE-INFOVERANSTALTUNG!
Für alle Antragsteller*innen wird es am 19. Mai, 14.00 Uhr – 15.30 Uhr, eine Online- Informationsveranstaltung geben.
Anmeldung vorab bis spätestens Montag 17. Mai, 12 Uhr, Email an veit.rieber@kultur.berlin.de
Ihr erhaltet dann einen Einwahl-Link.

Kurzstatement als pdf

Statement und offener Brief an die Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters zum Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR

Sehr geehrte Kulturstaatsministerin Monika Grütters!

„Mit NEUSTART KULTUR hat die Bundesregierung im Sommer 2020 ein Rettungs- und Zukunftsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro aufgelegt, um den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur dauerhaft zu erhalten. Nachdem die Mittel Ende 2020 bereits konkret belegt und damit weitgehend ausgeschöpft waren, (900 Millionen Euro in knapp 60 Teilprogrammen wurden bis Ende 2020 vergeben) hat die Bundesregierung Anfang Februar eine weitere Milliarde Euro für das Anschlussprogramm von NEUSTART KULTUR bereit gestellt.

Seit Juli 2020 wurden in enger Abstimmung mit den verschiedenen Dachverbänden aus Kultur und Medien Programme entwickelt und realisiert. Hinter den Teilprogrammen stehen knapp 60 einzelne Programmlinien, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Künstlerinnen und Künstlern in den einzelnen Sparten von Kultur und Medien zielen.“ 1

Wir, das Netzwerk Freier Berliner Projekträume und -initiativen setzen uns für die Belange nicht-kommerzieller künstlerischer Projekträume ein. Wir waren hocherfreut über die Bereitstellung der Mittel, die mit NEUSTART KULTUR auch in die vielfältige freie Kunstszene fließen sollten. Gleichzeitig sind wir erschüttert, wie ungleich diese Mittel verteilt wurden und wie sehr die Programme aber auch die Vergabe teilweise an der Lebens- und Arbeitsrealität von bildenden Künstler:innen bzw. freien kunstvermittelnden Akteur:innen vorbei ging. Denn gerade diese Gruppe erreichte die Hilfe nur unzureichend.

Hier beziehen wir uns ausschließlich auf die Vergabe der Neustart Kultur Mittel durch die Stiftung Kunstfonds in Bonn, die diese Programme für die bildende Kunst erarbeitet, ausgeschrieben und unserer Meinung nach unzureichend vergeben hat.

Bei dem Projektfonds für kunstvermittelnde Akteure war es für die Antragsteller:innen nicht möglich ein eigenes Honorar einzurechnen. Zielgruppe der Ausschreibung waren explizit „Kunstvermittelnde Akteure wie Solo-Selbständige, Künstlerräume, Produzentengalerien, Kunstvereine, Projekträume.“ 2 Diese sind idR nicht strukturell gefördert, leben also von Projektförderung zu Projektförderung. Sie sind darauf angewiesen, sich, wie bei allen Förderungen üblich, ein eigenes Honorar für ihre erbrachte Arbeit, wie Recherche, Entwicklung, Organisation etc. einzurechnen. Auch war es nicht möglich eine Raummiete einzuplanen. Wie schon erwähnt, sind Projekträume idR nicht oder nur unzureichend strukturell gefördert. Auch freie Kurator:innen können sich einen kostenlosen Raum nicht einfach so aus dem Hut zaubern. Es ist unverständlich, warum diese Regeln bei der Vergabe durch die Stiftung Kunstfonds trotz mehrfacher Hinweise von verschiedenen Verbänden und Künstler:innen auf deren Unsinnigkeit und Fatalität, unbeirrt angewandt wurden. Dazu ist auch anzumerken, dass für die Stiftung Kunstfonds die Zielgruppen des Förderprogramms andere sind, als von der Staatsministerin für Kultur und Medien vorgesehen, nämlich: „Einrichtungen, Organisationen, Künstlergruppen, Kurator*innen, Kunstvereine, Museen u.ä.“ 3

Wir möchten an dieser Stelle auch auf die Pressemitteilung des bbk berlin vom 11.12.2020 hinweisen: Realitätsfern oder Kalkül? Zum Hilfspaket NEUSTART KULTUR

Unter anderem wird darin beanstandet, wie die Stiftung Kunstfonds auf Kritik an ihrer Vergabepolitik reagiert. Es wurde zu Recht bemängelt, dass bei der Stipendienvergabe nicht auf finanzielle Dringlichkeit der Bewerber:innen geachtet wurde, obwohl es sich bei den Hilfen um Corona-Hilfen handelt, die unsere Meinung nach bedarfsgerecht und nicht nur nach Exzellenzkriterien verteilt werden dürfen.

Stiftung Kunstfonds antwortete (im Ausschnitt) folgendermaßen:

„Förderungen der Stiftung Kunstfonds sind weder Sozialleistungen noch Wirtschaftsbeihilfen. …die Frage der Bedürftigkeit liegt vielmehr in der solidarischen Verantwortung der Bewerber*innen.“ 4

Hier wird die volle Verteilungsverantwortung auf die Bewerber:innen abgewälzt, wo man klare Kriterien hätte einführen müssen. Zum anderen betont die Stiftung Kunstfonds, dass deren Förderungen keine Wirtschaftsbeihilfen sind. Nun ist jedoch der größte Fördertopf, der von der Stiftung Kunstfonds vergeben wird, der für die kommerziellen Galerien. Geförderte Galerien durften und dürfen innerhalb dieses Förderprogramms kein Ausstellungshonorar für beteiligte Künstler:innen einrechnen. Der Topf kommt Künstler:innen also nur mangelhaft zugute. Dieses als Wirtschaftsbeihilfen für Galerien zu bezeichnende Sonderförderprogramm geht völlig an den Bedarfen der Künstler:innen vorbei und ist unseres Erachtens bei der Stiftung Kunstfonds falsch angesiedelt.

Positiv hervorzuheben ist die transparente Bereitstellung von Bewerberzahlen und Geförderten je Sonderförderprogramm der Stiftung Kunstfonds Bonn. Diese bildet allerdings eindeutig auch einige Fehlstellungen ab. Hier fällt auf, dass z.B. der Fördertopf für kommerzielle Galerien unverhältnismäßig größer zur Bewerberzahl ist. Dadurch kommt alleinig dieser Fördertopf auf eine Förderquote von 80,49% im Vergleich zu Förderquoten von: 11,38 %, 12,23%, 14,48% bei den anderen Fördertöpfen.

Stipendium für bildende Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren
826 Anträge (497 w, 323 m, 6 d), 94 Förderungen (44 w, 47 m, 3 d)
1,1 Mio. €
Förderquote: 11,38%

Stipendium für bildende Künstler*innen
4752 Anträge (2590 w, 1957 m, 207 d), 581 Förderungen (293 w, 270 m, 18 d)
5,2 Mio. €
Förderquote 12,23 %

Projektförderung für kunstvermittelnde Akteure
1.202 Anträge, 174 Förderungen
3,1 Mio. €
Förderquote 14,48%

Projektförderung für Galerien
492 Anträge, 396 Förderungen
8,2 Mio. €
Förderquote : 80,49%

Wir sehen hier eine ungerechten Vorteil von kommerziellen Galerien gegenüber Künstler:innen und freien kunstvermittelnden Akteur:innen. Hinzu kommt noch, dass die Förderung von kommerziellen Galerien jetzt in die zweite Runde geht, erneut mit der gleichen unverhältnismäßig hohen Summe im Vergleich zum Bedarf.

Das Netzwerk Freier Berliner Projekträume und -initiativen fordert daher, dieses Programm umgehend zu stoppen und die Mittel bedarfsgerecht auf die einzelnen Förderprogramme zu verteilen, oder die anderen 3 Förderprogramme so aufzustocken, dass deren Förderquoten so hoch sind, wie bei der Projektförderung für Galerien. Zudem müssen beim Förderprogramm für kommerzielle Galerien Ausstellungshonorare für die bildenden Künstler*innen unbedingt abzurechnen sein. Weiterhin fordern wir, dass das Sonderförderprogramm für kunstvermittelnde Akteure mit Einbeziehung der Abrechnungsmöglichkeit von Eigenhonoraren und Raummieten angepasst und neu aufgelegt wird.

Projekträume sind gerade in Berlin ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil der Kunstlandschaft. Das Netzwerk Freier Berliner Projekträume und -Initiativen vertritt in Berlin über 140 Projekträume und Projektinitiativen. Als ‚größtes Ausstellungshaus‘ der Stadt tragen Projekträume und Projektinitiativen, die überwiegend von Künstler:innen bzw. solo-selbständige Akteur:innen organisiert sind, zu einer vielfältigen Stadtstruktur bei. Sie sind als nicht-kommerzielle dezentrale Ausstellungsräume Präsentationsorte für unzählige Künstler:innen aller Altersstufen und sorgen mit ihrem kontinuierlichem Engagement für Diversität und nachhaltige Förderung von Künstler:innenbiographien.

Gerne möchten wir Ihnen unsere Expertise zur Verfügung stellen und bieten Ihnen an, in einer Videokonferenz unsere Forderungen und offenen Fragen zu besprechen.

Vielen Dank für Ihr Interesse. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Für das Netzwerk: Isolde Nagel, Carola Rümper und Stephan Klee (Vorstand des Netzwerks) sowie Christof Zwiener und Lisa Schorm (für die AG Politik des Netzwerks)

1 https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/neustart-kultur-startet-1841780 Meldung der Staatsministerin für Kultur und Medien, Rettungsprogramm wird verlängert – Milliardenhilfe für Kultur und Medien, 09.02.2021

2 https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/bildende-kunst-galerien-1774176 Aus Beschreibung des Programmes Projektförderung für Kunstvermittelnde Akteure auf der Seite der Staatsministerin für Kultur und Medien

3 https://www.kunstfonds.de/news/details/faqs-sonderfoerderprogramm-2021-neustart-kultur/ Was sind kunstvermittelnde Akteure? Wer kann einen Antrag stellen?

4 https://www.kunstfonds.de/news/details/aus-aktuellem-anlass/

Statement zur aktuellen Ausschreibung „Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen“

Berlin, 12.Mai 2020

Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen begrüßt die Entscheidung der Kulturverwaltung, in diesem Jahr 10 x 10.000 € zu vergeben. Sie folgt damit dem angedachten Vorschlag des Netzwerks, die Förderung breiter zu streuen und möglichst viele Projekträume und Initiativen mit einem „kleinen Preis“ für die geleistete Arbeit auszuzeichnen.

Unser Bedarf aber baut zukünftig auf die nachhaltigere Förderung der Basisförderung, die seit diesem Jahr zum ersten Mal eingeführt wurde. Sie muss dringend mit weiteren finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um das Überleben der gesamten Projektraumszene gerade auch in der Coronakrise und danach zu sichern.

Die von uns geforderte zweite Säule der Projektförderung zur Ermöglichung flexiblen Handels ist noch unbeachtet und könnte in der aktuellen Pandemielage und der ungewissen Zukunft wie eine Soforthilfe wirken und damit ebenfalls viele Existenzen stützen.

Bei allem ist der unbestrittene Auftrag gegenüber den Kolleg*innen innerhalb der Projektraumszene, das Überleben möglichst vieler Projekträume und Initiativen zu sichern. Aufgrund der existenzbedrohenden Situation für Projekträume durch weiter steigende Mieten, aktuell durch die Pandemie potenziert, halten wir besonders an einer breiten Verteilung aller Fördermittel fest. Ein klares mehrheitliche Votum stützt diese Herangehensweise. Daraus ergeht auch an alle Beteiligten die zentrale Forderung des „solidarischen Prinzips“, das doppelte oder kurzzeitig wiederholende Antragstellungen vermeiden sollte.

Zusätzlich dazu hat das Netzwerk einen Juryleitfaden speziell für die Projektraumszene entwickelt. Dieser Leitfaden ist durch die Expertise und das Zusammenwirken vieler Aktiven im Netzwerk auf Grundlage des „Solidarischen Prinzips“ erarbeitet worden.

Gerne geben wir der Kulturverwaltung und der Jury des Projektraumpreises dieses Votum an die Hand und bedanken uns im Voraus für einen verantwortungsbewussten Umgang damit.

Wir wünschen allen Beteiligten eine gute Gesundheit und den Antragsteller*innen viel Glück bei ihren Bewerbungen!

Statement zur Einführung einer Basisförderung für Projekträume und -initiativen ab dem kommenden Berliner Doppelhaushalt 2020/21

Berlin, 27. Juli 2019

Seit 2012 erhalten jährlich eine Anzahl von Projekträumen und Projektinitiativen (zu Beginn 7, mittlerweile 20) Preise für ihre geleistete Arbeit. Dies war ein kleiner, aber wichtiger erster Schritt zur Anerkennung der immensen und hochprofessionellen Leistungen der Projektraumbetreiber*innen, Kurator*innen und Künstler*innen. Mit der Realisation rund der Hälfte aller Berliner Ausstellungen (1) tragen sie alle einen wesentlichen Anteil dazu bei, den Ruf Berlins als Kunsthauptstadt zu festigen und haben fernab von Institutionen und Kunstmarkt eine vielschichtige, unabhängige Szene geschaffen, in der bereits 65% aller Berliner Künstler*innen ausgestellt haben (2). Die Preisvergabe setzte für diese Szene ein Zeichen, stellt jedoch keine bedarfsgerechte oder nachhaltige Förderung dar! Die Projektraum- und Initiativenszene hat dies bereits 2013 in ihrer Forderung nach einer Basisförderung präzisiert und im Netzwerk ein Modell entwickelt, das sich effizienter auf die Förderung und den Erhalt der gesamten Szene auswirken kann.

Es gibt gewichtige Gründe, warum es nun endlich die Basisförderung braucht:
1) Durch die Verknappung und Verteuerung von Raum sowie die zunehmende Kommerzialisierung Berlins sind Projekträume/-initiativen mehr denn je existenziell bedroht. Dem Sterben der freien nicht kommerziellen Räume muss dringend entgegen gewirkt werden. Eine Basisförderung kann diese Sorge um die Existenz abfedern und somit ein konzentriertes Arbeiten am Programm und Inhalt gewährleisten (Raum- und andere laufende Fixkosten, Basis-Honorierung der Betreiber*innen).
2) Die Auszeichnung erzeugte in der Vergangenheit kaum Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit und blieb trotz der durchaus beachtlichen Anzahl von ausgezeichneten Räumen ohne großen Positiveffekt auf das Gesamtgeflecht der Räume und Initiativen. Eine Basisförderung als Teil einer gesamt gedachten strukturellen Förderung generiert eine neue Qualität von Planungssicherheit und Kontinuität der Arbeit.
3) Der Preis scheint wenig verteilend und gerecht zu wirken. Genau an diesem Punkt setzt eine Basisförderung mit einer „gesunden“ in Anpassung an das Gesamtförderbudget orientierten Deckelung an. Sie muss zum Ziel haben, möglichst viele Projekträume und -initiativen in ihrer Substanz zu erhalten.
4) Mit der Basisförderung wird ein Instrument geschaffen, das sich – im Gegensatz zum Preis – an den tatsächlichen und sehr unterschiedlichen Bedarfen der einzelnen Projekträume und -initiativen orientiert und diese abzudecken sucht.

Mit der Teilung des Förderbudgets in einen großen Teil für eine nachhaltig wirkende, strukturelle Förderung und der Aufrechterhaltung eines kleinen Teils für symbolhafte Preise, die auch weiterhin für die Sichtbarkeit der Projektraum- und Initiativenszene große Bedeutung haben, ist man insgesamt der Sicherung der einzigartigen künstlerischen Freiräume in Berlin ein großes Stück näher gekommen. Die Basisförderung setzt neue Standards für die Gesamtheit der Projektraumszene, verkörpert ihre Geschlossenheit und verankert sie sinnvoll im Fördersystem der Berliner Kulturförderung.

In Anbetracht der Anzahl von ca. 150 erfassten (und mind. 250 als gesichert anzunehmenden) Projekträumen/-initiativen in der Stadt fordern wir als notwendigen Schritt zudem eine Aufstockung der Fördersumme allein für die Basisförderung auf 2 Mio. Euro (vgl. auch Fördermodell).

(1) Institut für Strategieentwicklung (IFSE): Studio Berlin II – Neue Untersuchung zur Lage der Kunst und der Bildenden KünstlerInnen in Berlin, 2011, S. 19
(2) Institut für Strategieentwicklung (IFSE): Studio Berlin III – Situation Berliner Künstler*innen und Gender Gap, 2018, S. 12

Statement Basisförderung als pdf
Aktualisiertes Fördermodell als pdf

Raumkoordination der Projekträume ist dringender denn je!

Berlin, 7. November 2018

Raumkoordination der Projekträume ist dringender denn je!
Weitere Gewichtung statt Beendigung vonnöten

Seit September 2016 beschäftigt das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen einen Raumkoordinator zur Neuentwicklung von Projekträumen im Rahmen des sogenannten „Arbeitsraumprogramms“. Finanziert wird die Honorarstelle durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Vor dem Hintergrund der akuten Bedarfe kümmert sich die Raumkoordination um das Auffinden und die Beurteilung von Räumen, die Absprachen und die Kommunikation mit allen relevanten Partner*innen bis zur Koordination der Vergabe an die entsprechenden Nutzer*innen. Neben der Neuentwicklung kümmert sie sich auch um den Erhalt von bestehenden Projekträumen und steht diesen als Berater und Vermittler in Notsituationen zur Seite.

Nach skizzierten Plänen und Aussagen der Senatskulturverwaltung zu einer Neuausrichtung des Programms und einer zentralisierten Struktur mit Schaffung eines „Kulturraumbüros“ soll die Raumkoordination der Projekträume nur noch bis zum Ende des Jahres 2018 bestehen und danach nicht weiter verlängert werden. Auch innerhalb der Freien Szene sind in weiteren Kunstsparten die gleichen oder vergleichbare Einschnitte geplant. Dies bedeutet in der Gesamtbetrachtung einen enormen Rückschritt für das wichtige Thema der Raumsicherung und -entwicklung. Statt die Expertise und Vernetzung der Szene mit einzubeziehen und weiter auszubauen, setzt man auf noch mehr interne Verwaltungsstrukturen sowie eine neue, in- oder externe Struktur. Es ist zu befürchten, dass diese nur geringe Kenntnis in den wichtigen Belangen, Wünschen und Vorstellungen von Akteur*innen der Freien Szene hat. Die alleinige Entscheidungsgewalt und Gestaltungsfreiheit der Senatskulturverwaltung steht damit im eigentlichen Fokus der geplanten Veränderungen. Auf eine wirkliche Kooperation mit der Freien Szene wird bewusst verzichtet. Das „Ob“ und „Wer“ zukünftig einen geförderten Raum zur Vergabe erhält, wird damit zum Glücksspiel.

Was die Leitung der Senatskulturverwaltung derzeit praktiziert, folgt keineswegs dem politischen Bekenntnis zu mehr Mitsprache und Partizipation der Szene, sondern signalisiert das genaue Gegenteil. Der mit Sicherheit schwierige Schritt, ein neues und finanziell ausgestattetes Programm ins Laufen zu bringen, wurde bereits nach einem Jahr – Ende 2017 – einseitig von ihr unterbrochen und in Frage gestellt, ohne eine nennenswerte und mit den Partner*innen abgestimmteüberarbeitung und Neuaufstellung stringent auf den Weg zu bringen. Die Raumkoordinationen der einzelnen Sparten bemühten sich trotzdem gemeinsam um die Fortführung der immens wichtigen Aufgaben.

Projekträume werden täglich aufs Neue von Immobilieneigentümer*innen mittels steigenden Mieten oder ablaufenden Verträgen verdrängt. Was ist wichtiger, als eine Raumkoordination, die versucht gezielt und im direkten Auftrag ihrer Szene, sich dieser Situation zu stellen und kontinuierlich nach den wenigen „Möglichkeitsräumen“ zu forschen, sie präzise zu beurteilen, sie für die Szene zu sichern und verfügbar zu machen? Wer könnte mehr Verständnis mitbringen, um in Not geratenen Räumen und Initiativen eine Hilfe zu sein? Warum will die Senatskulturverwaltung trotz angeblich gewünschter Partizipation auf so eine Hilfeleistung verzichten? Warum wird ein „Role Model“ wie das 25 lange Jahre erfolgreich funktionierende „Atelieranmietprogramm“ – realisiert durch den Atelierbeauftragten und das Atelierbüro – nicht zur Blaupause für die Raumkoordination der Projekträume?

Das Netzwerk der freien Berliner Projekträume und -initiativen fordert eine Kehrtwende der Pläne der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Wir dringen auf die Weiterführung der bereits erfolgreich agierenden Raumkoordination für Projekträume, um dem Thema Raumerhalt und Raumsicherung mit größtmöglicher Nachhaltigkeit zu begegnen.

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Statement gegen die Erweiterung des Bewerber*innenkreises um kommunale Galerien beim Präsentationsfonds

September 2018

Mit dem Start des Präsentationsfonds 2017 wurde ein neues Förderinstrument im Bereich Bildende Kunst geschaffen. Nach vorangegangenen Beratungen im Rahmen des Jour Fixe der Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit Institutionen, Vereinen, Verbänden und Aktiven aus dieser Sparte sollten die darin ausgeschriebenen Mittel den Künstler*innen der Freien Szene zugute kommen und von diesen beantragt werden. Ausgeklammert von der Bewerbung waren Institutionen und Kommunale Galerien. Solange die Beantragungen von Künstler*innen, Kurator*innen und Künstler*innengruppen selbst ausgingen, konnten diese sich jedoch auch mit Projekten in Institutionen und Kommunalen Galerien bewerben. Ebenso zulässig zur Beantragung waren freie Projekträume, -initiativen und Vereine mit künstlerischem Programm.

In einem weiteren „Jour Fixe Bildende Kunst“ im Juli 2018 hat die SenKE nun die Sperre der direkten Bewerbungen von Kommunalen Galerien zurückgenommen. Wir teilen die dort artikulierte Ansicht des bbk berlin, dass die Projektidee und Antragstellung bei den freien Künstler*innen, Kurator*innen und Kunstschaffenden liegen sollte. Die Konsequenz daraus kann jedoch nur sein, dass der Präsentationsfonds nur sie – die Freie Szene selbst – als Antragsteller*in zulässt.

Kommunale Galerien sind – auch wenn sie Projekte von Künstler*innen der Freien Szene ermöglichen und präsentieren per Definition keine Freie Szene. Das Netzwerk freier Projekträume und -initiativen hat sich stets für eine Stärkung der bezirklichen Kulturförderung ausgesprochen und tritt auch im Zusammenhang der 11 Punkte-Forderungen der Koalition der Freien Szene ausdrücklich dafür ein, dass Kommunale Galerien und bezirkliche Kunstorte hinreichend und auskömmlich bezuschusst werden. Jedoch sollten sie nicht über den Präsentationsfonds, der speziell die Freie Szene unterstützen soll, in Konkurrenz zu dieser agieren.

Das Netzwerk fordert die unveränderte Ausschreibung des Präsentationsfonds im Sinne der Fassung von 2017.

Netzwerk-Statement zum partizipativen Verfahren im Rahmen der Preisvergabe an künstlerische Projekträume und -initiativen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Statement zur unveränderten Beibehaltung des partizipativen Verfahrens
November 2017

Das partizipative Verfahren hält fest, dass die Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen aus einer kollektiven Organisation und Anstrengung des Netzwerks in Kooperation mit der Kulturverwaltung entstanden ist. Als Meinungsbild stellt es die Partizipation der Szene und einen Moment von Selbstverwaltung dar. Das Netzwerk bittet Teilnehmer*innen am  partizipativen Verfahren daher eindringlich, vom Versuch eines Stimmenhandels abzusehen und hat der Kulturverwaltung eine Disqualifizierung der Bewerbung bei Bekanntwerden von Mißbrauch des partizipativen Verfahrens empfohlen.

Aus Sicht des Netzwerks ist das partizipative Verfahren (PV) eine geglückte Erweiterung/Ergänzung des klassischen Jury-Verfahrens, ohne dabei die Autonomie der berufenen Jurys einzuschränken. Für die berufenen Jurys ist das PV ein formalisiertes, neutrales Angebot, bei ihrer Entscheidungsfindung auch die Stimmen aus der Projektraumszene mitzuhören, ohne ihnen folgen zu müssen. Sowohl Übereinstimmung als auch Auseinanderfallen von PV und Jury-Entscheidung bereichern den Diskurs um die Projektraumlandschaft in jeder Runde aufs Neue um eine Verhältnissetzung, die die Auszeichnung durch die Jahre begleitet und „nachlesbar“ macht.

Das partizipative Verfahren bildet das Zustandekommen der Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen an sich ab. Es hält fest, dass dieses „ersatzweise“ Förderinstrument aus einer kollektiven Organisation und Anstrengung des Netzwerks in Kooperation mit der Kulturverwaltung, entstanden ist. Als basisdemokratisches Meinungsbild stellt es ideell einen Moment von Selbstverwaltung dar.

Durch das PV kann die Aufmerksamkeit der Jury auch auf Randerscheinungen und neue Teilnehmer in der Projektraumlandschaft gelenkt werden: Bewertet die Szene BewerberInnen hoch, die nach den Kriterien und dem Kenntnisstand der Jury vielleicht nicht in die engere Wahl gekommen wären, kann das ein produktiver Anhaltspunkt sein, die eigenen Kriterien zu hinterfragen oder gerade umso stärker zu schärfen und dagegenzusetzen.
Ein niedriges Ranking kann ebenfalls ein aufschlussreicher Indikator sein, da es evtl. auf einen geringen Bekanntheits- und Vernetzungsgrad des Bewerbers hinweist, was aber prinzipiell keine Aussage zur Qualität beinhalten muss.

Für BewerberInnen, die bei der Preisvergabe leer ausgehen, aber im PV viel Unterstützung erfahren, kann abseits der Juryentscheidung gerade die Wertschätzung durch die KollegInnen im PV (gleich-)viel bedeuten.

Vereinzelt wurde angeführt, dass Formen von Manipulation z.B. Versuche der Bildung von Stimmkartellen beim PV aufgetreten sind. Dies kann nicht gegen das PV sprechen, sondern lediglich gegen BewerberInnen, die versuchen, es auf diese Weise (und doch wohl erfolglos) missbräuchlich für sich zu nutzen. Das PV macht solche Mechanismen und Usurpationen – die unseres Erachtens Ausnahmen und Einzelfälle darstellen – nur sichtbar, aber begründet sie nicht.

Durch das Partizipative Verfahren als immer neu aktualisierte Momentaufnahme, wird der Blick der Projektraumszene auf sich selbst dokumentiert – als solche ist das PV unbedingt zu erhalten.

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Statement des Netzwerks freier Projekträume und -initiativen e.V. zum Haushaltsplanentwurf 2018/19 der Senatsverwaltung für Kultur und Europa betreffend den Titel 68610 „Umwandlung der Preise für Projekträume und -initiativen“

Statement des Netzwerks freier Projekträume und -initiativen e.V. zum
Haushaltsplanentwurf 2018/19 der Senatsverwaltung für Kultur und Europa betreffend den Titel 68610 „Umwandlung der Preise für Projekträume und -initiativen“

Der Bericht der SenKE zum Haushaltstitel 68610 – Zuschüsse für kulturelle Aktivitäten freier Gruppen „Umwandlung der Preise für Projekträume und -initiativen“ ist aus unserer Sicht falsch. Die daraus resultierende Mittelkürzung des Aufwuchses durch den Kulturausschuss auf Antrag der Parteien der Regierungskoalition enttäuscht, zumal sie verkehrt begründet ist.

Es gibt keine Absprache und gemeinsame Haltung der SenKE und des
Netzwerks freier Projekträume und -initiativen gegen eine Umwandlung der Preise in eine Basisförderung und auch kein Votum, dass es nicht das richtige Förderinstrument sei. Die Position des Netzwerks ist weiterhin wie folgt: Wir fordern eine geeignete und möglichst selbst verwaltete strukturelle Förderung gemäß unseres „3-Säulen-Fördermodells“ mit einer Strukturförderung (2 Mio EUR), einer Projektförderung mit (825.000 EUR) und einer Preisvergabe (50.000 EUR).

Im Verlauf der Gespräche mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zeigte sich das Netzwerk, insbesondere angesichts des langwierigen konzeptionellen und genehmigungsnotwendigen Aufwandes zur Umwandlung des Preises in eine Strukturförderung, mit der weiteren Preisvergabe einverstanden, allerdings ausschließlich für den kommenden Haushalt 2018/19. Damit einhergehen sollte allerdings eine weitere finanzielle, dringend notwendige Aufstockung der Mittel, gerade im Hinblick auf den Aufbau einer zukünftigen Strukturförderung, so wie von der SenKE angemeldet. Die nun stattgefundene Kürzung dieses Aufwuchses ignoriert die sich ständig verschlechternde Situation der Projektraumszene und unser Vorhaben, der Notlage strukturell entgegen zu wirken. Es bleibt zu hoffen, dass wir im Zuge des anstehenden Prozesses der Systematisierung des gesamten Fördersystems unseren roten Faden gemeinsam mit der Politik
und Verwaltung wieder aufnehmen können, um für den Haushalt 2020/21 das Ziel einer Strukturförderung endlich zu erreichen.

Umso befremdlicher erscheint es uns, dass einige wenige Räume – mit dem Label des Projektraumes etikettiert – durch eigene Haushaltstitel bedacht und aus der Szene herausgehoben werden, während der Basis die dringend notwendige Aufstockung gekürzt wird. Dieses Ungleichgewicht ist weder quantitativ noch qualitativ gerechtfertigt und wird als Leuchtturm- Förderung innerhalb der Szene vom Netzwerk entschieden abgelehnt.

Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen e.V. dankt allen Spendern für ihre Solidarität!

Berlin, Oktober 2017

Seit dem Jahr 2012 haben insgesamt 75 Projekträume oder -initiativen einen der Preise zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten erhalten. Die Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen ist maßgeblich an der Entwicklung der Förderung durch Preisgelder beteiligt.

Wir möchten nun öffentlich machen, dass Kronenboden € 1.500,- / CargoCult € 1.500,- / SCOTTY € 1.500,- / Donau Ecke Ganghofer € 1.500,- / G.A.S-station € 500,- / Institut für Alles Mögliche/Plusnull e.V. € 500,- / ACUD MACHT NEU € 1.500,- / ZKU/KUNSTrePUBLIK € 1.500 / A TRANS – Isolde Nagel € 1.500,- / Zwitschermaschine – Kulturpark e.V. € 200,- / Berlin Weekly – Stefanie Seidl € 400,- / superbien! – Anne Katrin Stork € 500,- / Group Global 3000 e.V. € 300,- / Kunsthaus KuLe € 300,- / KlangQuadrat e.V.- Errant Sound € 300,- / die raum € 250,- / Bublitz € 250,- / Meinblau e.V. € 500,- / Kunstverein Neukölln e.V. € 444,44 für netzwerkspezifische Ausgaben zur Verfügung gestellt haben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Allen, dass sie derart solidarisch verfahren.

Neues Fördermodell für freie Berliner Projekträume und -initiativen

September 2016
Vorstellung des Neuen 3-Säulen Fördermodells durch das Netzwerk.
Zielgruppe: Freie Projekträume und –initiativen entsprechend des Selbstverständnisses des Netzwerks freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V.
Vergabe/Abwicklung: Selbstverwalteter Fördertopf; Vergabe durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V.

F1: BASISFÖRDERUNG
zur Ermöglichung von Planungssicherheit und zur längerfristigen Sicherstellung des gesamten Betriebs.
Fördersumme: 20.000 – 60.000 Euro (nach Bedarf)
Vergabe: 1 x jährlich für 2 Jahre
Umfang: ca. 50 Projekträume /-initiativen pro Jahr
für: Kosten für Personal (Raumbetreiber), Programmplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Miete + Nebenkosten, Bürokosten, Kommunikation
Fördersumme gesamt: 2 Mio. Euro Jahre (bei Ø 40.000)

F2: PROJEKTFÖRDERUNG
zur Ermöglichung flexiblen Handelns, für Einzelprojekte und Serien.
Fördersumme: 2.000 – 20.000 Euro (nach Bedarf)
Vergabe: 3 x jährlich für max. 1 Jahr
Umfang: ca. 75 Projekträume /-initiativen pro Jahr
für: Honorare Kuratoren, Künstlerhonorare, Produktionskosten, Öffentlichkeitsarbeit, Transport + Reisekosten, etc.
Fördersumme gesamt: 825.000 Euro (bei Ø 11.000)

F3: PREISE
Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen
Preissumme: 10.000 Euro
Vergabe: 1 Mal jährlich für geleistete Arbeit
Umfang: 5 Preise pro Jahr
Fördersumme gesamt: 50.000 Euro

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Stellungnahme des Netzwerks freier Berliner Projekträume und -initiativen zum Haushaltsplanentwurf 2016/17 der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten betreffend Titel 68123 (Ehrungen, Preise/Preise für Projekträume und -initiativen)

Die Summe der Auszeichnungen für künstlerische Projekträume und -initiativen soll von Eur 210.000 auf Eur 655.000 erhöht werden, allerdings neben dem ursprünglichen Vergabebereich Bildende Kunst auf die Bereiche Literatur und Musik erweitert werden.

Download: Stellungnahme

Netzwerk-Statement zu den sieben zusätzlichen Preisen für Projekträume und -initiativen und den Arbeits- und Recherchestipendien im Bereich der Bildenden Kunst aus City Tax Mitteln

Berlin, Juni 2015

Mit der jährlichen Vergabe der Preise für sieben Projekträume und
-initiativen ab 2012 wurde der Grundstein für eine erstmalige finanzielle Anerkennung seitens der Senatskulturverwaltung gelegt. Durch die Verwendung von City-Tax-Geldern 2014 konnte nun eine Verdopplung auf 14 Preise mit einem Gesamtbudget von € 420.000 erreicht werden. Das Netzwerk freut sich und gratuliert ganz herzlich allen Preisträgern.

Download: Statement

Statement zur Definition der Projekträume als Arbeitsräume & zur akuten Raumnot

Berlin, April 2015

Anlässlich der aktuellen Diskussion zur Raumnot der Berliner Kunstszene und zur Schaffung weiterer Ateliers und Arbeitsräume in der Stadt sieht das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen die dringende Notwendigkeit, den Raumcharakter und die Arbeitsweise von Projekträumen zu beschreiben und ihre Raumnot erneut klar herauszustellen.

Download: Statement

DAS NETZWERK FREIER BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN DANKT DER KUNSTREPUBLIK, OQBO – RAUM FÜR BILD, WORT, TON UND OKK – ORGAN KRITISCHER KUNST FÜR IHRE SOLIDARITÄT!

Berlin, Februar 2014

Im Jahr 2014 hat u.a. oqbo – raum für bild, wort, ton im Jahr 2013 hat die KUNSTrePUBLIK einen der sieben Preise zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen im Bereich Bildende Kunst der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten erhalten. Im Jahr 2012 war OKK – Organ kritischer Kunst unter den Preisträgern. Die Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen ist maßgeblich an der Entwicklung der neuen Förderung durch Preisgelder beteiligt.

Wir möchten nun öffentlich machen, dass die KUNSTrePUBLIK dem Netzwerk 10% und oqbo – raum für bild, wort, ton 5% des Preisgeldes für netzwerkspezifische Ausgaben zur Verfügung gestellt hat. Auch OKK – Organ kritischer Kunst hat sich mit einem Beitrag für das Netzwerk diesem Vorgehen angeschlossen.

Wir bedanken uns herzlich bei der KUNSTrePUBLIK, oqbo und OKK- Organ kritischer Kunst, dass sie derart solidarisch verfahren und derart verantwortlich und auch politisch handeln.

KUNSTrePUBLIK: www.kunstrepublik.de
OKK – Organ kritischer Kunst: www.kritische-kunst.org
oqbo – raum für bild, wort, ton: www.oqbo.de

Abschlussveranstaltung zur Auszeichnung Berliner Projekträume und -initiativen im Bereich Bildende Kunst für das Jahr 2013 am 18.09.2013 organisiert durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen: www.projektraeume-berlin.net/last-exit/

Download: Netzwerk-Preistraeger-Dank

STATEMENT DES NETZWERKS FREIER BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN ZUR GEPLANTEN VERANSTALTUNG „DIALOGPROZESS BILDENDE KUNST“

Berlin, Januar 2014

Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen tritt nach einer Entscheidung auf dem Netzwerkstrukturtreffen am 16.01.2014 aus der Arbeitsgemeinschaft mit Haben und Brauchen und dem bbk berlin zur Vorbereitung einer Veranstaltung im Februar 2014 (Konzeptwerkstatt und Arbeitsgruppen) aus.

Download: Netzwerkstatement_Dialogprozess