Statements

Die vollständigen Dokumente sowie die Antworten der Parteien jeweils als Download.

  • Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen e.V. dankt A TRANS, Zwitschermaschine, Berlin Weekly, superbien, Kunsthaus KuLe, KlangQuadrat e.V.- Errant Sound, die raum und Group Global 3000 e.V. für ihre Solidarität!

    Berlin, Oktober 2016

    Seit dem Jahr 2012 haben insgesamt 54 Projekträume oder -initiativen einen der Preise zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten erhalten. Die Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen ist maßgeblich an der Entwicklung der Förderung durch Preisgelder beteiligt.

    Wir möchten nun öffentlich machen, dass A TRANS – Isolde Nagel € 1.500,- / Zwitschermaschine – Kulturpark e.V. € 200,- / Berlin Weekly – Stefanie Seidl € 400,- / superbien! – Anne Katrin Stork € 500,- / Group Global 3000 e.V. € 300,- / Kunsthaus KuLe € 300,- / KlangQuadrat e.V.- Errant Sound € 300,- und die raum € 250,- für netzwerkspezifische Ausgaben zur Verfügung gestellt haben.

    Wir bedanken uns ganz herzlich bei A TRANS, Zwitschermaschine – Kulturpark e.V., Berlin Weekly, superbien!, Kunsthaus Kule, KlangQuadrat e.V.- Errant Sound, die raum und Group Global 3000 e.V., dass sie derart solidarisch verfahren.

    A TRANS
    Berlin Weekly
    Group Global 3000 e.V.
    superbien!

    Zwitschermaschine – Kulturpark e.V.
    Kunsthaus Kule
    KlangQuadrat e.V.- Errant Sound
    die raum

  • Neues Fördermodell für freie Berliner Projekträume und -initiativen

    September 2016
    Vorstellung des Neuen 3-Säulen Fördermodells durch das Netzwerk.
    Zielgruppe: Freie Projekträume und –initiativen entsprechend des Selbstverständnisses des Netzwerks freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V.
    Vergabe/Abwicklung: Selbstverwalteter Fördertopf; Vergabe durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen e.V.

    F1: BASISFÖRDERUNG
    zur Ermöglichung von Planungssicherheit und zur längerfristigen Sicherstellung des gesamten Betriebs.
    Fördersumme: 20.000 – 60.000 Euro (nach Bedarf)
    Vergabe: 1 x jährlich für 2 Jahre
    Umfang: ca. 50 Projekträume /-initiativen pro Jahr
    für: Kosten für Personal (Raumbetreiber), Programmplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Miete + Nebenkosten, Bürokosten, Kommunikation
    Fördersumme gesamt: 2 Mio. Euro Jahre (bei Ø 40.000)

    F2: PROJEKTFÖRDERUNG
    zur Ermöglichung flexiblen Handelns, für Einzelprojekte und Serien.
    Fördersumme: 2.000 – 20.000 Euro (nach Bedarf)
    Vergabe: 3 x jährlich für max. 1 Jahr
    Umfang: ca. 75 Projekträume /-initiativen pro Jahr
    für: Honorare Kuratoren, Künstlerhonorare, Produktionskosten, Öffentlichkeitsarbeit, Transport + Reisekosten, etc.
    Fördersumme gesamt: 825.000 Euro (bei Ø 11.000)

    F3: PREISE
    Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen
    Preissumme: 10.000 Euro
    Vergabe: 1 Mal jährlich für geleistete Arbeit
    Umfang: 5 Preise pro Jahr
    Fördersumme gesamt: 50.000 Euro

    download als pdf

  • Stellungnahme des Netzwerks freier Berliner Projekträume und -initiativen zum Haushaltsplanentwurf 2016/17 der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten betreffend Titel 68123 (Ehrungen, Preise/Preise für Projekträume und -initiativen)

    Die Summe der Auszeichnungen für künstlerische Projekträume und -initiativen soll von Eur 210.000 auf Eur 655.000 erhöht werden, allerdings neben dem ursprünglichen Vergabebereich Bildende Kunst auf die Bereiche Literatur und Musik erweitert werden.

    Download: Stellungnahme

  • Netzwerk-Statement zu den sieben zusätzlichen Preisen für Projekträume und -initiativen und den Arbeits- und Recherchestipendien im Bereich der Bildenden Kunst aus City Tax Mitteln

    Berlin, Juni 2015

    Mit der jährlichen Vergabe der Preise für sieben Projekträume und
    -initiativen ab 2012 wurde der Grundstein für eine erstmalige finanzielle Anerkennung seitens der Senatskulturverwaltung gelegt. Durch die Verwendung von City-Tax-Geldern 2014 konnte nun eine Verdopplung auf 14 Preise mit einem Gesamtbudget von € 420.000 erreicht werden. Das Netzwerk freut sich und gratuliert ganz herzlich allen Preisträgern.

    Download: Statement

  • Statement zur Definition der Projekträume als Arbeitsräume & zur akuten Raumnot

    Berlin, April 2015

    Anlässlich der aktuellen Diskussion zur Raumnot der Berliner Kunstszene und zur Schaffung weiterer Ateliers und Arbeitsräume in der Stadt sieht das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen die dringende Notwendigkeit, den Raumcharakter und die Arbeitsweise von Projekträumen zu beschreiben und ihre Raumnot erneut klar herauszustellen.

    Download: Statement

  • DAS NETZWERK FREIER BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN DANKT DER KUNSTREPUBLIK, OQBO – RAUM FÜR BILD, WORT, TON UND OKK – ORGAN KRITISCHER KUNST FÜR IHRE SOLIDARITÄT!

    Berlin, Februar 2014

    Im Jahr 2014 hat u.a. oqbo – raum für bild, wort, ton im Jahr 2013 hat die KUNSTrePUBLIK einen der sieben Preise zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen im Bereich Bildende Kunst der Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten erhalten. Im Jahr 2012 war OKK – Organ kritischer Kunst unter den Preisträgern. Die Preise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert. Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen ist maßgeblich an der Entwicklung der neuen Förderung durch Preisgelder beteiligt.

    Wir möchten nun öffentlich machen, dass die KUNSTrePUBLIK dem Netzwerk 10% und oqbo – raum für bild, wort, ton 5% des Preisgeldes für netzwerkspezifische Ausgaben zur Verfügung gestellt hat. Auch OKK – Organ kritischer Kunst hat sich mit einem Beitrag für das Netzwerk diesem Vorgehen angeschlossen.

    Wir bedanken uns herzlich bei der KUNSTrePUBLIK, oqbo und OKK- Organ kritischer Kunst, dass sie derart solidarisch verfahren und derart verantwortlich und auch politisch handeln.

    KUNSTrePUBLIK: www.kunstrepublik.de
    OKK – Organ kritischer Kunst: www.kritische-kunst.org
    oqbo – raum für bild, wort, ton: www.oqbo.de

    Abschlussveranstaltung zur Auszeichnung Berliner Projekträume und -initiativen im Bereich Bildende Kunst für das Jahr 2013 am 18.09.2013 organisiert durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen: www.projektraeume-berlin.net/last-exit/

    Download: Netzwerk-Preistraeger-Dank

  • STATEMENT DES NETZWERKS FREIER BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN ZUR GEPLANTEN VERANSTALTUNG „DIALOGPROZESS BILDENDE KUNST“

    Berlin, Januar 2014

    Das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen tritt nach einer Entscheidung auf dem Netzwerkstrukturtreffen am 16.01.2014 aus der Arbeitsgemeinschaft mit Haben und Brauchen und dem bbk berlin zur Vorbereitung einer Veranstaltung im Februar 2014 (Konzeptwerkstatt und Arbeitsgruppen) aus.

    Download: Netzwerkstatement_Dialogprozess

  • FÖRDERMODELL FÜR FREIE BERLINER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN

    Berlin, Juni 2013
    Aktualisierte Fassung des 2-Säulen-Fördermodells
    für freie Berliner Projekträume und -initiativen

    Zielgruppe:
    Freie Projekträume und –initiativen entsprechend des Selbstverständnisses
    des Netzwerks freier Berliner Projekträume und –initiativen

    Vergabe / Abwicklung:
    Selbstverwalteter Fördertopf / Vergabe durch das Netzwerk freier Berliner
    Projekträume und –initiativen

    F1: INFRASTRUKTUR-/ BASISFÖRDERUNG
    zur Ermöglichung von Planungssicherheit
    (Förderung zur längerfristigen Sicherstellung des gesamten Betriebs)
    Fördersumme: 40.000 Euro
    Vergabe: 1 x jährlich für 2 Jahre
    Umfang: jeweils 25 Projekträume /-initiativen
    für: institutionelle Kosten (Betriebs-/ Sach-, Personalkosten
    und Programmmittel)

    Fördersumme gesamt: 1 Mio. Euro

    F2: ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG
    zur Ermöglichung flexiblen Handelns
    (kurzfristige, unbürokratische Vergabe kleinerer Summen)

    Fördersumme: 10.000 Euro
    Vergabe: 2 x jährlich
    Umfang: jeweils 50 Projekträume /-initiativen
    für: Honorare (Fachvorträge, Künstler/innen, Kurator/innen,
    künstlerische Forschung etc.), Werbekosten (Druck,
    Website etc.), Reisekosten (Künstler/innen, Kurator/innen
    etc.), Materialkosten, Technik, temporäre Miete u. a.

    Fördersumme gesamt: 1 Mio. Euro

    Download: Netzwerk_Foerdersmodell-01-2015

  • DRITTER BRIEF DES NETZWERKS AN DIE KULTURPOLITISCHEN SPRECHER/INNEN IM BERLINER ABGEORDNETENHAUS

    Berlin, Mai 2013

    an die kulturpolitischen Sprecher/innen
    der Fraktionen im Abgeordnetenhaus

    Nachhaltige Förderung künstlerischer Projekträume und -initiativen in Berlin

    Sehr geehrte/r Frau/Herr…,

    im Februar dieses Jahres fand die erste Preisverleihung zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen im Bereich der Bildenden Kunst durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten statt. Wir möchten uns mit diesem Schreiben für Ihr Engagement bedanken, dass diese erste Förderung von sieben Räumen und Initiativen möglich gemacht hat. Ganz herzlich möchten wir uns darüber hinaus dafür bedanken, dass Sie auf der vom Netzwerk organisierten Bustour am 27.02.13 zu Gast waren und damit Ihr Interesse auch an unserer Arbeit signalisiert haben.

    Wir werten diese neue Förderung als einen ersten Schritt, der die Arbeit der Projektraumbetreiber/innen würdigt – dennoch ist der Bedarf weitaus höher: Viele der mehr als 150 Projekträume und -initiativen arbeiten weiterhin unter prekären Verhältnissen und/oder sind in Ihrer Existenz bedroht. Dennoch bieten sie täglich ein interdisziplinäres künstlerisches Angebot auf sehr hohem Niveau und tragen dazu bei, dass Berlin als Kunststadt international einen einzigartigen Ruf genießt.

    Um die Qualität und Vielfältigkeit der Berliner Projektraumlandschaft nachhaltig zu sichern, hatten wir bereits 2011 ein Fördermodell mit 2 Säulen entwickelt (siehe Anlage), das wir mit diesem Schreiben noch einmal in Erinnerung rufen möchten. Die Dringlichkeit einer angemessenen Förderung ist seitdem unverändert. In Anbetracht der bevorstehenden Haushaltsverhandlungen und in Zusammenhang der aktuellen Diskussionen um die City Tax möchten wir Sie bitten, sich für die Belange der freien Berliner Projekträume und –initiativen einzusetzen.

    Für Rückfragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung
    E-Mail: contact@projektraeume-berlin.net, Tel.: 0151 – 143 50 678.

    Herzliche Grüße, Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen

     

    Anlage

    2-Säulen-Fördermodell für freie Berliner Projekträume und -initiativen
    Entwickelt durch das Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen

    Das Zwei-Säulenmodell (F1 und F2) soll eine langfristige Sicherung der Vielfalt und Wandlungsfähigkeit der freien Berliner Projekträume und -initiativen gewährleisten. Zudem soll die Förderung den unterschiedlichen künstlerischen Praxen, dem erweiterten Produktionsverständnis und der (teilweise spontanen) Arbeitsweise der Projekträume entsprechen.

    Zielgruppe
    Im Sinne des Selbstverständnisses des Netzwerks gelten für freie Projekträume
    und -initiativen folgende Merkmale:
    – Sie verstehen sich als freie Projekträume und -initiativen im Sinne einer
    selbstbestimmten, selbstorganisierten Arbeitsstruktur und -weise.
    – Ihre Aktivitäten und künstlerischen Projekte sind nicht marktorientiert.
    – Sie arbeiten interdisziplinär und spartenübergreifend.
    – Ihre Arbeit ist durch fließende Übergänge zwischen Kunst- und
    Diskursproduktion
    gekennzeichnet.
    – Durch ihr Engagement eröffnen sie innerhalb des Kunstkontextes Raum für
    Projekte, Diskurse und Aktivitäten Dritter
    .

    F1: INFRASTRUKTUR-/ BASISFÖRDERUNG
    zur Ermöglichung von Planungssicherheit
    (Förderung zur längerfristigen Sicherstellung des gesamten Betriebs)
    Vergabe: 1 x jährlich für 2 Jahre
    für: institutionelle Kosten (Betriebs-/ Sach-, Personalkosten und Programmmittel)

    F2: ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG
    zur Ermöglichung flexiblen Handelns
    (mehrmalige Vergabe im Jahr, mit unbürokratischer Vergabe kleinerer Summen)
    Vergabe: 4 x jährlich (alle 3 Monate)
    für: Honorare (Fachvorträge, Künstler/innen, Kurator/innen, künstlerische Forschung etc.), Werbekosten (Druck, Website etc.), Reisekosten (Künstler/innen, Kurator/innen etc.), Materialkosten, Technik, temporäre Miete u. a.

    Dritter Brief an die Parteien: Netzwerk-Brief3_an_Parteien-Mai2013_web

  • ZUR ERSTEN AUSZEICHNUNG KÜNSTLERISCHER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN DURCH DIE BERLINER KULTURVERWALTUNG

    Berlin, Dezember 2012

    Wir möchten hiermit allen Preisträgern gratulieren!

    Als Netzwerk waren wir maßgeblich an der Entwicklung dieser neuen Förderung beteiligt, möchten aber zugleich darauf aufmerksam machen, dass es weiterhin ein Bestreben unserer Netzwerkarbeit ist, eine notwendige breitere Basis- und Infrastrukturförderung zu erwirken!

    Zugleich möchten wir hiermit darüber informieren, dass die Berliner Kulturverwaltung bei uns angefragt hat, die Preisverleihung für die Preisträger von 2012 im Februar 2013 zu organisieren. Wir haben dieses Angebot „heiß“ diskutiert – und letztendlich angenommen, vor dem Hintergrund, dass wir in der Veranstaltung die Möglichkeit sehen, den Fokus auf die Breite und Vielfalt aller Berliner Projekträume und –initiativen lenken zu können.

    Uns ist bewusst, dass wir mit der Übernahme der Organisation dieser Preisverleihung eine Gradwanderung versuchen – aber wir hoffen, dass es uns gelingt, weiterhin im Sinne aller Berliner Projekträume und –initiativen zu agieren.

    Wir freuen uns über Unterstützung – und auch Kritik.
    Betreiber von Projekträumen und –initiativen sind weiterhin herzlich eingeladen, bei uns „mitzumischen“!!

    Beste Grüsse im Namen des Netzwerks
    Anne, Chris, Chris, Isolde, Jan, Kerstin, Nadine, Nina, Pfelder, Steffi und Tiny

  • INFORMATION ÜBER ERSTMALIGE FÖRDERUNG VON PROJEKTRÄUMEN UND -INITIATIVEN DURCH DAS LAND BERLIN

    Berlin, August 2012

    Mit der Verabschiedung des Haushaltsplans für 2012/2013 Mitte Juni 2012 steht nun auch der Kulturhaushalt fest. Hier ist eine Summe von jeweils 210.000 EUR für 2012 und 2013 für Berliner Projekträume und -initiativen berücksichtigt (das die Förderung darüber hinaus weiterläuft ist sehr wahrscheinlich).

    Die Förderung erfolgt in Form einer „Preisvergabe“ als erste „Anerkennung geleisteter Arbeit“ durch das Land Berlin: Vorgesehen ist, an jährlich jeweils 7 Räume Summen in Höhe von je 30.000 EUR zu vergeben.

    Für die Auswahl der „Preisträger“ wird eine Jury eingesetzt, für die vom Netzwerk Kandidat/innen vorgeschlagen wurden (die endgültige Besetzung liegt bei der Senatskanzlei für Kultur).

    Darüber hinaus wird es ein partizipatives Juryverfahren als Modellversuch geben, d. h. ein Voting der Bewerber/innen soll bei der Juryentscheidung einbezogen werden.

    Der bisherige Zeitplan sieht vor:
    – Ausschreibung: 13. August 2012
    – Bewerbungsschluss für 2012: 22. Oktober 2012
    – Jurysitzung: November/Dezember 2012
    – Bekanntgabe der Preisträger: bis 20. Dezember 2012
    – Offizielle Preisverleihung: Anfang 2013

    Bewerbungsschluss für 2013: 01. Juni 2013

    Wir freuen uns über dieses erste Ergebnis. Ein Bestreben unserer Netzwerkarbeit wird es jedoch weiterhin sein, eine notwendige breitere Basis- und Infrastrukturförderung zu erwirken.

    Weitere Infos auf der Website der Senatskulturverwaltung:
    www.berlin.de/sen/kultur/presse/archiv/20120815.0940.373694.html
    und www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/informationen/maininfo.html#K4

    Berlin im November 2012
    Bekanntgabe der Preisträger 2013:
    www.berlin.de/sen/kultur/presse/archiv/20121207.1055.379110.html

  • ZWEITER BRIEF AN DIE BERLINER PARTEIEN

    An
    Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Staatssekretär André Schmitz,
    Fraktionsvorsitzende der Berliner Parteien im Abgeordnetenhaus,
    Vorsitzende und Sprecher des Hauptausschusses im Abgeordnetenhaus,
    Mitglieder des Ausschusses für kulturelle Angelegenheiten im Abgeordnetenhaus

    Berlin, den 13. Februar 2012

    Betreff: Existenzsicherung freier künstlerischer Projekträume und -initiativen jetzt!
    Sehr geehrte/r Frau/Herr…,

    im September 2011 hatten wir uns bereits mit der Forderung an Sie gewandt, die freien Projekträume und -initiativen, von denen wir mittlerweile rund 150 in Berlin repräsentieren, angemessen zu fördern. Diese Forderung möchten wir vor dem Hintergrund der sich dramatisch verschlechternden Arbeitssituation – insbesondere durch die zunehmend reine Verwertung der Stadt und damit u. a. den Verlust bezahlbarer Räume, das Verschwinden von Improvisationsräumen überhaupt sowie die Nichtverlängerung der einzigen bezahlten Stellen – und aus aktuellem Anlass der Haushaltsverhandlungen hiermit nochmals und unbedingt bekräftigen!

    Wir bitten Sie, dringend zu bedenken:
    – Wir schaffen eine Basis dafür, dass Berlin (noch!) weltweit der angesagte Standort für zeitgenössische Kunst ist und tragen dadurch wesentlich zum Image der Stadt bei.

    – Wir sind maßgeblicher Bestandteil der Infrastruktur der aktuellen Kunstpräsentation in der Stadt: Rund die Hälfte der Berliner Künstler/innen präsentieren ihre Arbeiten und Projekte in unseren Räumen [1].

    – Wir erreichen im Jahr 185.000 Besucher/innen [2] aus dem In- und Ausland und tragen mit unseren Netzwerken wesentlich zur Internationalität der Kunstszene in Berlin bei.

    – Wir stehen für genau die dynamische Entwicklung, mit der auch der Standort Berlin unter dem Label „Kreativszene“ weltweit Werbung macht.

    Allein die rund 150 Projekträume und -initiativen, die wir vertreten, haben einen Gesamtbedarf von rund 6 Mio. Euro im Jahr [3], um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Auch wenn wir weiterhin unbezahlte Arbeit leisten und weitere Drittmittel einwerben, ergibt sich ein Förderbedarf von rund 2 Mio. Euro pro Jahr, um diese vielfältige, weltweit einzigartige Berliner Projektraumszene zu sichern.

    Wir fordern Sie deshalb dringend auf, sich dafür einzusetzen, dass Berlin mit seinen freien Projekträumen und -initiativen auch zukünftig die Anziehungskraft auf die internationale Kunstszene hat, mit der die Stadt derzeit (zu Recht) für sich Werbung macht!

    Herzliche Grüße, Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen 

    ——————–
    Anlage 1: Datenbasis
    ——————–
    Netzwerk-Brief2_an_Parteien-Feb2012_4_web

    Anzahl der Projekträume und -initiativen in Berlin
    Rund 150 Projekträume und -initiativen (Recherche des Netzwerks, Stand Januar 2012)

    [1]
    Künstler/innen in Projekträumen und -initiativen in Berlin
    48,7% der Künstler/innen aus Berlin stellten in den letzten drei Jahren in Kunsträumen/Off-Spaces/ Projekträumen aus (dagegen nur 29,4 % in privatwirtschaftlichen Galerien).*

    Durchschnittlich 20 Künstler/innen aus dem In- und Ausland werden pro Jahr in einem Projektraum präsentiert (Einzel- oder Gruppenprojekte); das sind insgesamt ca. 2.400 Künstler/innen im Jahr in Berliner Projekträumen.**

    [2]
    Durchschnittliche Besucherzahlen pro Projektraum/-initiative***:
    Besucher pro Vernissage/Eröffnungsveranstaltung: 100
    Besucher pro Talk/Workshop/Performance u. a.: 20
    Besucher pro Öffnungstag: 7
    Öffnungstage pro Projekt/Ausstellung: 18
    Besucher pro Projekt/Ausstellung: 246
    Anzahl Projekte/Ausstellungen pro Jahr: 5
    Summe Besucher pro Jahr: 1.230
    Summe Besucher pro Jahr in 150 Räumen/Initiativen: 184.500

    29% der befragten Projekträume geben an, dass sie zwischen 500 und 1.000 Besucher im Jahr haben. 4% der befragten Projekträume geben an, dass sie mehr als 1.000 Besucher im Jahr haben. **

    [3]
    Finanzbedarf von Projekträumen und -initiativen***:
    100 Räume á 50.000 € / Jahr = 5.000.000 € / Jahr
    50 Räume á 20.000 € / Jahr = 1.000.000 € / Jahr
    Summe: 6.000.000 € / Jahr

    Durchschnittlich am Projektraum /-initiative aktiv beteiligte Personen**:
    gesamt (total/58): 5,1 – 100 %
    davon vollzeitbeschäftigt: 0,5 – 9 %
    davon teilzeitbeschäftigt: 0,7 – 14 %
    davon ABM/ÖBS: 0,2 – 4 %
    davon ehrenamtlich: 3,6 – 71 %
    davon Praktikant/in: 0,1 – 2 %
    Die Umfrage wurde vor dem Auslaufen der Stellen, die bis Ende 2011 über die Initiative Kulturarbeit finanziert waren, durchgeführt.

    *   Studio Berlin II, Institut für Strategieentwicklung (IFSE), Juni 2011
    **  Ergebnis der im Sommer 2011 durchgeführten Umfrage über Kunstprojekträume und -initiativen in Berlin, Séverine Marguin, Leuphana Universität Lüneburg und EHESS Paris; vgl. Marguin, Séverine „Die Berliner Projekträume: ein Standort“ in Vonhundert, Ausgabe vom Juni 2012
    *** Diese Angaben basieren auf Schätzungen des Netzwerks freier Projekträume und -initiativen vom Januar 2012.

    Download:
    Netzwerk-Brief2_an_Parteien-Feb2012_4_web

    3_1_Antwort_auf_Brief-CDU_23-02-2012

    Eine weitere mündliche, positive Antwort gibt es von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

  • ERSTER BRIEF AN DIE BERLINER PARTEIEN

    An
    Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Staatssekretär André Schmitz
    Landes- und Fraktionsvorsitzenden der Berliner Parteien im Abgeordnetenhaus
    Kulturpolitische Sprecher/innen der Berliner Parteien im Abgeordnetenhaus

    Berlin, den 24. September 2011


    Betreff: Erhalt und Förderung freier Projekträume und -initiativen

    Sehr geehrte/r Frau/Herr…,

    wir, das Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen, vertreten jenen für die Berliner Kunst- und Kulturszene integralen Sektor, in dem Künstler/innen aus aller Welt den notwendigen Freiraum zur Entwicklung ihrer künstlerischer Praxis und Präsentationsorte unabhängig vom Kunstmarkt finden. Eng einher geht damit ein erweitertes Produktionsverständnis, das neben Konzeption und Programm-entwicklung auch die Nachbereitung von Projekten und Produktionen mit einbezieht (vgl. beigefügtes Positionspapier). Durch die fortlaufende Entwicklung neuer künstlerischer Formate und neuer Formen der Kunstvermittlung erfüllen wir darüber hinaus einen wichtigen Bildungsauftrag.

    In Berlin gibt es weit mehr als 150 Projekträume und -initiativen, die von der Kulturpolitik bislang wenig Wertschätzung erfahren und deren interdisziplinäre, partizipatorische Arbeitsansätze in der Berliner Förderlandschaft bisher nicht berücksichtigt werden. Diese Räume und Initiativen sind derzeit akut in Gefahr!

    Aus aktuellem Anlass fordern wir deshalb, die im Haushaltsentwurf für den Doppelhaushalt der Jahre 2012/13 jährlich eingeplanten 500.000 € für die Präsentation zeitgenössischer Kunst zur Existenzsicherung der Projekträume und -initiativen einzusetzen.

    Um sicherzustellen, dass freie Projekträume und -initiativen weiterhin ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt Berlins beisteuern können und zum Erhalt der Vielfältigkeit der Berliner zeitgenössischen Kunstszene, ist sowohl eine

    mehrjährige Infrastrukturförderung
            wie auch eine
    kurzfristige Entwicklungsförderung
    Grundlage.

    Dies schließt angemessene Honorare für Künstler/innen, Kurator/innen und andere Projektbeteiligte mit ein.

    Wir möchten daher gern zeitnah mit Ihnen in Dialog treten, um dieses Kunstverständnis zu diskutieren und Förderungsmodelle im Detail gemeinsam weiter zu entwickeln.

    Wir freuen uns auf Ihre baldige Antwort und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit!

    Herzliche Grüße, Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen


    Download:
    Netzwerk-Brief1_an_Parteien-Sept2011_web
    Antwort_Brief1_SPD_05-10-2011
    Antwort_Brief1_Die_Linke_27-10-2011
    Antwort_Brief1_Die_Gruenen_01-11-2011

  • KULTURPOLITISCHES POSITIONSPAPIER DES BERLINER NETZWERKS FREIER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN

    (Stand 10.05.2011)

    In Berlin haben sich in den letzten Jahren viele nichtkommerzielle Projekträume und -initiativen angesiedelt. Sie sind ein wichtiger Teil der kulturellen Infrastruktur dieser Stadt. Zumeist von Künster/innen selbst betrieben, bereiten sie den Nährboden, auf dem eine vitale und kritische Kunstszene reift, sich ausprobiert und innovative Organisationsformen und Arbeitsweisen entwickelt. Projekträume und -initiativen bieten Freiräume für eine, sich abseits vom Kunstmarkt etablierende, künstlerische Praxis. Damit tragen sie entscheidend dazu bei, dass Berlin als Stadt der Gegenwartskunst international so attraktiv ist.

    Nicht nur die noch günstigen Lebensbedingungen, verbunden mit bezahlbaren Räumen,  bedingen die besondere Anziehungskraft Berlins. Auch die Vielfalt und Vitalität des kulturellen Lebens bestimmen die kulturelle Ausstrahlung dieser Stadt. Die zahlreichen Projekträume und -initiativen bilden hier einen wichtigen Kompetenzbereich, der zum Image Berlins als international bedeutendem Kulturstandort beiträgt.

    Viele Projekträume und -initiativen befinden sich in einer äußerst prekären Lage: Die Mieten verteuern sich zunehmend, kulturelle Freiräume schwinden. Günstige Räumlichkeiten, vor allem in der Innenstadt, sind nicht mehr zu haben. Bezahlte Arbeitsstellen gibt es in der Regel kaum, die existierenden ÖBS-Stellen sind konkret gefährdet. Nunmehr besteht die reale Gefahr der Abwanderung von Kulturschaffenden und der Verdrängung nicht-kommerzieller, unabhängiger Projekte.

    Gerade jetzt sind die Vertreter/innen der Verwaltung und die politischen Entscheidungsträger/innen zum Eingreifen aufgefordert, um der gegenwärtigen Entwicklung entgegenzuwirken. Die bestehende Kultur- und Förderpolitik des Landes Berlin wird der Bedeutung von Projekträumen und -initiativen nicht gerecht. Es fehlt eine auf die Dynamik selbstorganisierter Projekträume und -initiativen abgestimmte öffentliche Förderstruktur.

    CHARAKTERISIERUNG DER PROJEKTRÄUME UND -INITIATIVEN

    Projekträume und -initiativen bieten Raum für eine künstlerische Praxis, die mehr prozess- als produktorientiert ist, einen kollaborativen und/oder partizipativen Ansatz verfolgt, die dialogische und/oder diskursive Formate einsetzt. Diese künstlerische Praxis zeichnet sich durch ihre besondere Kontextbezogenheit aus: Der Austausch über gesellschaftlich relevante Themen steht im Vordergrund, künstlerische Arbeitsprozesse werden erfahrbar und ihre Produktionsbedingungen werden mit reflektiert.

    Aus dieser Praxis, so vielfältig sie sich darstellt, entstehen komplexe Werkformen. Projekte folgen nicht mehr dem üblichen Ablauf bestimmter Projektphasen und  deren Präsentationsformen können gängige Ausstellungsformate sprengen. Die strikte Trennung zwischen Produktion/Arbeitsprozess und Präsentation wird aufgehoben, Methoden und Verfahren aus anderen Disziplinen und Sparten werden mit einbezogen. Längere und gewichtigere Vorlaufphasen für das Konzipieren von Projekten sind zum Teil nötig.

    Die Arbeitsweise von Projekträumen und -initiativen kommt dieser künstlerischen Praxis entgegen. In ihrer Art der Selbstorganisation können sie flexibel und spontan reagieren. Die kollaborative, informelle Dynamik, die den Projekträumen und -initiativen eigen ist, stellt Nähe zwischen den Raumbetreibern, Initiator/innen, den Künstler/innen, den Kurator/innen, den Mitorganisator/innen, den Beteiligten und den Besucher/innen her. Oft genug ist eine Vielzahl von Menschen aus dem Umfeld des Projektraumes und der Initiative aktiv und übernimmt Aufgaben. Rollen wechseln: Künstler/innen sind Kurator/innen, sind Aufbauhelfer/innen, sind Publizist/innen, sind Projektmanager/innen, sind Kunstvermittler/innen, sind Beteiligte. Viele Projekträume und -initiativen profitieren von den 2008 initiierten ÖBS-Stellen, die oftmals die einzige regulär finanzierte Kraft in diesen Projekten sind.

    Projekträume und -initiativen bieten intime Formen der Kommunikation und der Aktion. Dadurch verringern sie die Distanz zu ihren Besucher/innen. Sie sprechen nicht nur das prononciert kunst- und kulturinteressierte Publikum an, sondern geben Impulse an andere Bevölkerungsgruppen. Der intensive Kontakt zu anderen Disziplinen und Sparten (z. B. Theoretiker/innen, Designer/innen, Stadtentwickler/innen, Aktivist/innen) wird vielerorts gepflegt. Über Ausstellungen hinaus und zum Teil unabhängig davon werden Präsentationen, Talks, Kurse, Workshops, Symposien, Fachtagungen und Vorträge organisiert.

    Projekträume und -initiativen vertiefen das Verständnis für Arbeitsprozesse der Kulturproduktion und fördern intensive Kooperationen. Sie helfen innovatives Potenzial zu entdecken, fördern junge, nicht etablierte Künstler/innen, und auch jene, die sich bewusst abseits des gängigen Kunstbetriebs positionieren. Projekträume und -initiativen tragen damit zur Erhaltung der Vielfalt künstlerischer Praxis bei. Projekträume und -initiativen fördern – bei gleichzeitigem Hinterfragen ihrer eigenen Produktionsweise – die Auseinandersetzung mit und die kritische Betrachtung von Formaten.

    Das Experimentieren mit Präsentationsformen sowie die Offenlegung von Produktionsbedingungen üben auf den Kunstbetrieb Einfluss aus. So finden sich integrale Bestandteile der Praxis selbstorganisierter Projekträume und -initiativen inzwischen auch dort. Themen wie z. B. Selbstorganisation und Bildung, Kunst und Aktivismus, Kunst und Wirtschaft finden in jüngster Zeit Eingang in die etablierten Diskurse. Sichtbar ist dies sowohl in Postgraduiertenprogrammen als auch in Biennalen oder im Beiprogramm von Kunstmessen. Oft dienen dabei die aus der Praxis der Projekträume entlehnten Elemente als der Teil, der die gängige Präsentation interessant machen soll. Auch graduelle Verschiebungen von Präsentationsformaten wie dem Changieren zwischen Ausstellung und Archiv oder zwischen Vortrag und Performance setzen sich als gängige Formate durch.

    In ihren Funktionen als Labore, als Experimentierräume, als Orte kritischen Austauschs und der Erprobung neuer Formate sind Projekträume und- initiativen angemessen zu fördern.


    WELCHE VERÄNDERUNGEN IN DER FÖRDERPOLITIK HALTEN WIR FÜR NOTWENDIG?

    Eine angemessene Förderstruktur erfordert mehr Flexibilität in der Antragstellung, die Berücksichtigung anderer Förderkriterien und zusätzlicher Programme, die über die Projektförderung hinausgehen. Projekträume und -initiativen brauchen einen eigenen Fördertopf. Das Fördervolumen in diesem Bereich insgesamt muss dringend erhöht werden.

    Es widerspricht der Logik und Arbeitsweise selbstorganisierter Räume, sich in ihrem Programm auf Jahre im Voraus festzulegen, was angesichts der Antragsfristen (z.B. des Hauptstadtkulturfonds) jedoch eine Grundvoraussetzung für öffentliche Förderungen ist. Im Vergleich zu etablierteren, größeren Institutionen fehlt es den unabhängigen Projekträumen und -initiativen außerdem zumeist an Ressourcen, wie bezahlten Arbeitskräften und finanzierten Rechercheperioden, um Konzepte für die Anträge zu erarbeiten. Es bewerben sich trotz des hohen Aufwandes und des langen Vorlaufs  immer wieder auch Projekträume auf Förderung durch den HKF, die Vergabepraxis zeigt jedoch, dass große Institutionen viel häufiger und mit viel größeren Beträgen gefördert werden.

    Der Projektförderungstopf des Senats hat einen so begrenzten Umfang, dass er mit Anträgen auf Einzelförderung von Künstler/innen bereits völlig überlastet ist.

    In beiden Programmen ist generell keine strukturelle Förderung möglich.

    Wir schlagen daher vor, im Dialog mit der Kulturverwaltung und den politischen Entscheidungsträgern neue Förderleitlinien und Förderprogramme zu entwickeln, die den Bedürfnissen der dargestellten künstlerischen Praxis und der Arbeitsweise der Projekträume und -initiativen entsprechen. Folgende Aspekte müssen dabei gleichwertig berücksichtigt werden:

    Um selbstorganisierten Projekträumen Planungssicherheit zu ermöglichen, braucht es:

    – die Einrichtung einer mehrjährigen Basisförderung (vgl. Theaterbereich), die die Aufwendungen (unabhängig von Projektkosten) und Betriebskosten des/der Projekträume
    und -initiativen abdeckt;
    – ein erweitertes Produktionsverständnis, das auch Produktionsphasen wie Konzeption,
    Programmentwicklung, Vor- und Nachbereitung von Projekten und Produktionen mit einbezieht und diese angemessen entlohnt;
    – angemessene Honorare für Künstler/innen, Kurator/innen und andere Projektbeteiligte.
    – Sicherung bzw. Schaffung kostengünstiger (Produktions)räume (u. a. durch Veränderung der Liegenschaftpolitik)
    – Fortführung der ÖBS-Stellen im Kulturbereich

    Entsprechend der Produktionsweise selbstorganisierter Projekträume bedarf es:
    – kürzerer Antragsfristen;
    – der Möglichkeit, zeitnah und unbürokratisch geringe Fördersummen abzurufen
    (vgl. früheren Feuerwehrtopf des Kulturamts Mitte);
    – des flexibleren Umgangs mit Kostenstellen innerhalb eines bewilligten Budgets;
    – der Wiedereinführung einer Kostenstelle für Unvorhergesehenes;
    – der Berücksichtigung transdisziplinärer und übergreifender Projektansätze, deren Formate
    sich nicht eindeutig einer Sparte zuordnen lassen.

    Verfasst vom Berliner Netzwerk freier Projekträume und -initiativen im Mai 2011

    Download:
    Positionspapier_Netzwerk Politik[Stand 10.05.2011]